Kirchengemeinde dreisam3

"Eine gute Mischung aus Tradition und Moderne"

Hannah Kopp, Goethe-Gymnasium Freiburg, Klasse 8c

Von Hannah Kopp, Goethe-Gymnasium Freiburg & Klasse 8c

Mi, 02. Mai 2012 um 10:20 Uhr

Schülertexte

Die evangelische Kirchengemeinde dreisam3 wurde im Jahr 2005 gegründet. Sie ist ein Projekt der Evangelischen Stadtmission und benannt nach ihrem Standort in der Dreisamstraße (Pauluskirche).

Die Gemeinde will zum einen verschiedensten Christen Heimat geben. Zum anderen sollen aber auch Menschen, die mit Glaube und Kirche bisher nichts anfangen können, eingeladen werden.

Es gibt inzwischen jeden Sonntag zwei Gottesdienste, da so viele Leute kommen und anderenfalls kein Platz für alle wäre. Die Gottesdienstbesucher sind Menschen jeder Altersgruppe, aber hauptsächlich junge Leute, wie Studenten und junge Erwachsene (65 Prozent), aber auch Familien.

Neben einigen Hauptamtlichen gibt es eine Vielzahl von ehrenamtlichen Mitarbeitenden in dreisam3. So werden zum Beispiel auch die Gottesdienste immer im Team vorbereitet. Die Gemeinde bietet Seminare, Hausbibelkreise, Musikgruppen, Ferienfreizeiten und vieles mehr. Außerdem gibt es soziale Projekte wie Mitarbeit im Downtown-Street-Team Freiburg, einen Verkaufsstand für Fair-Trade-Produkte und Unterstützung der Arbeit des ’s Einlädele für Straßenkinder in der Ukraine.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Kinder- und Jugendarbeit. Luisa Winkler, 25, die mit halber Stelle als Gemeindediakonin in dreisam3 arbeitet, leitet gemeinsam mit den jeweiligen Teams den Teenkreis, den Mädchenkreis und den offenen Jugendtreff. Hier werden unter anderem Essen, geistlicher Input, Spiel, Spaß, moderne christliche Lieder und Action angeboten. Außerdem arbeitet Luisa im Kindergottesdienstteam mit.

Neben ihrer Arbeit in der Kirche studiert Luisa Winkler Heilpädagogik mit Schwerpunkt Kunsttherapie. Besonders gefällt Luisa Winkler an der Gemeinde, dass das Motto "Neues Leben in der alten Kirche" umgesetzt wurde. "Es ist eine gute Mischung aus Tradition und Moderne. Die Gemeinde ist lebendig, man hat viele Möglichkeiten, sich einzubringen." Wichtig ist ihr auch, dass die Aussagen der Bibel ganz praktisch auf das alltägliche Leben übertragen werden.

Luisa Winklers Ziel ist, dafür zu arbeiten, dass Jugendliche in dreisam3 präsent sind und ihren Glauben zusammen leben. Warum hat sie diesen Beruf gewählt? Ihr Glaube hat ihre Entscheidung sehr beeinflusst. "Ich bin selbst Christin und konnte mir lange Zeit nicht vorstellen, dass mein Beruf nichts mit meinem Glauben zu tun haben könnte." Das sieht sie jetzt anders. Der Glaube an Jesus Christus ist ein so fester Bestandteil ihres Lebens, dass sie ihn immer und überall ausleben kann. Der Beruf, für den sie sich entschieden hat, gefällt ihr gut, sie arbeitet gerne nah mit Menschen zusammen: "Die Jugendlichen bereichern mich. Sich mit ihnen über Glauben und Erfahrungen auszutauschen macht große Freude."

In Zukunft möchte Luisa Winkler weiterhin mit Kindern Jugendlichen arbeiten und ihre beiden Berufsausbildungen miteinander verknüpfen. Ihr Traum ist es, nach dem Studium ein eigenes Kunstatelier zu haben, wo sie mit Kindern und Jugendlichen kreativ sein kann. Doch in nächster Zeit hat sie wieder viel zu tun; ein Übernachtungswochenende mit der Kindergottesdienst-Gruppe muss vorbereitet, die Woche des gemeinsamen Lebens (die Jugend der Gemeinde wohnt eine Woche zusammen in den Räumen der Kirche) muss geplant werden. Zum Glück macht Luisa ihre Arbeit Spaß und sie kann sich auf die gemeinsame Zeit mit den Jugendlichen freuen.

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