Eine Investition in die Zukunft der Jugend

Paul Eischet

Von Paul Eischet

Do, 12. Mai 2022

Hasel

Hasels Gemeinderat beschließt Umsetzung von Medienentwicklungsplan an der Grundschule / Schulhof-Umgestaltung gewünscht.

. Hasel investiert in seinen Nachwuchs: Der Medienentwicklungsplan der Grundschule wird umgesetzt. Die Schüler werden mit Tablets und Zubehör ausgestattet, um technisch auf dem neuesten Stand zu sein. Auf seiner jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat die Auftragsvergabe der dafür notwendigen Elektroarbeiten. Im Kindergarten soll schon bald der Ausbau des Dachgeschosses beginnen.

Das in Maulburg ansässige Elektro Planungsbüro Flöss wurde mit der Umsetzung des Medienentwicklungsplanes beauftragt. Von den auf die Ausschreibung für die Elektroarbeiten eingegangenen zwei Angeboten entschied sich der Gemeinderat einhellig für das günstigere Angebot der Firma Elektro Buck aus Rheinfelden. 23 060 Euro sollen die Arbeiten kosten, ein unerwartet hoher Betrag. Für den Medienentwicklungsplan sind im diesjährigen Haushaltsplan nur 22 000 Euro vorgesehen, von denen bereits rund 11 000 Euro für Tablet-Computer und Zubehör draufgehen. "Die Kosten für die Elektroinstallation haben wir im Vorfeld unterschätzt", räumte Bürgermeister Helmut Kima ein. Die überplanmäßigen Ausgaben seien aber gedeckt, und es gebe ja auch noch einen Zuschuss von 12 000 Euro.

Die Schule hat noch andere Wünsche, darunter die Sanierung der Sanitäranlagen. Gemeinderätin Katja Stoißer und Schulleiterin Heike Grotjans berichteten über Vorschläge der Schüler für eine Umgestaltung des Schulhofs. Vor allem die Erneuerung des Bodens sei sinnvoll, betonte Grotjans, da in Ermangelung einer Halle der Sportunterricht auf dem Hofgelände stattfindet. Kima schlug vor, erst einmal sinnvolle Umgestaltungsmaßnahmen festzulegen, die einem Fachplaner vorgelegt werden können. Eine Arbeitsgruppe aus Eltern, Schulleitung und Gemeindevertretern soll sich darum kümmern und noch vor der Sommerpause Vorschläge in den Gemeinderat einbringen.

Auf Bürgeranfragen nach einer Ganztagsbetreuung in der Grundschule hatte Kima schlechte Nachrichten. Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung wird dem Gemeindetag Baden-Württembergs zufolge "schrittweise eingeführt". Ab dem Schuljahre 2026/27 betrifft dies zunächst die Erstklässler. In den Folgejahren wird der Anspruch dann um jeweils eine Klassenstufe ausgeweitet. Viele Fragen seien ungeklärt. "Es steht eigentlich noch gar nichts fest", empörte sich Kima. Hasels Bürgermeister und Schulleiterin waren sich einig: Solange man nichts Konkretes wisse, könne man auch nichts planen.

Der Ausbau des Dachgeschosses im Kindergarten nimmt Fahrt auf. Die Entwürfe des Architekten und Angebote von Baufirmen liegen vor, ein Ausgleichstock-Antrag wurde gestellt. Einen positiven Bescheid gibt es noch nicht, dafür aber die Zusicherung des zuständigen Sachbearbeiters, dass Aufträge trotzdem schon vergeben werden können. Kima verwies auf die Gefahr vorzeitiger Maßnahmen: "Falls wir in diesem Jahr kein Geld aus dem Ausgleichstock bekommen, müssen wir unseren Part vorfinanzieren." Er plädierte dafür, das Risiko einzugehen, denn die Baumaßnahmen sollen schnellstmöglich beginnen.