Zisch-Schreibwettbewerb Frühjahr 2020 I

Eine magische und unglaubliche Sache

Sa, 14. März 2020 um 16:16 Uhr

Schreibwettbewerb

Von Hannah-Cecilia Kaiser, Klasse 4b, Tullaschule, Freiburg

B. Zetti und Betti Z. waren ganz schön in Eile. Die beiden Reporter hatten gehört, dass auf der Wiese hinter der Grundschule etwas Unglaubliches passiert war. Es war ein schöner und sonniger Morgen und eigentlich gab es keinen Grund zur Aufregung. Aber das übertraf alles, was die beiden je gehört hatten. Vor Aufregung liefen sie nicht zur Grundschule, sondern sie rannten, so schnell sie konnten.

Die Wiese war keine normale Wiese mehr. Sie bestand nur aus Marzipan, und der Baum, der dort war, aus Zuckerguss. Als sie dort ankamen, war schon fast alles weg. "Huch, wo sind denn die Wiese und der Baum abgeblieben?", wunderte sich B. Zetti. "Die Kinder haben sie aufgegessen", antwortete Betti Z.. Doch keine fünf Minuten später war alles wieder nachgewachsen. B. Zetti staunte: "Unglaublich!"

"Hey, ihr zwei", rief ein Junge, "wollt ihr auch mit essen? Der Baum trägt Früchte aus Gummibärchen!" "Nein, danke!", lehnte Betti Z. ab. Die Kinder wurden plötzlich müde und schliefen direkt ein.

Danach hörten Betti Z. und B. Zetti ein lautes und böses Gelächter. Hinter dem Baum stand ein Mann mit einem riesigen Hut und einem langen Umhang. Er war ein begabter Magier, der etwas gegen die Grundschule hatte. Betti Z. fragte ihn, was er dagegen hatte! Der Magier fing an zu erzählen: "Als ich ein Kind war, ging ich auch in diese Schule. Ich wollte ein Lehrer werden und ein normales Leben führen. Aber ich war dafür bestimmt, ein Magier zu werden. Es passierten ständig komische Sachen. Als ich zum Beispiel einen Streit mit einem Kind hatte und drauf wütend war, stellte ich mir vor, dass das Kind stolperte und sich verletzte. Einige Minuten später passierte es tatsächlich. Bei solchen Fällen versuchte ich immer wieder zu erklären, dass ich zaubern konnte. Aber niemand glaubte mir. Ich hatte irgendwann keine Freunde mehr. Die Lehrer haben mich ungerecht behandelt. Ich wollte mich rächen und, wenn alle schlafen, das Geld der Schule rauben."

"Es tut mir leid, aber das ist falsch, die Schule auszurauben", sagte Betti Z.. Dazu kamen noch die Lehrer und der Schuldirektor. Sollte der Magier jetzt ins Gefängnis kommen? Eine etwas ältere Lehrerin gab zu, dass sie eine dieser Lehrerinnen war. Sie entschuldigte sich bei ihm und fragte: "Wie können wir das wieder gut machen?" "Ich habe eine Idee", sagte B. Zetti, "du kannst deine eigene Schule für Magie eröffnen, in der man zaubern lernt." "Und in dieser Grundschule solltest du wieder alles zurückzaubern; die Blumen, die Wiese und so weiter", fügte Betti Z. hinzu.

Der Magier war erleichtert und einverstanden mit dem Vorschlag. Er kam nicht ins Gefängnis. So ein Glück!
B. Zetti, Betti Z. und die anderen Mitarbeiter der Badischen Zeitung schrieben einen langen und spannenden Artikel darüber. B. Zetti und Betti Z. waren stolz auf ihr Abenteuer. Die Überschrift des Artikels lautete "Eine magische und unglaubliche Sache"!