Eine Medaille bei der Titeljagd

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 07. Juni 2021

Reitsport

Vier Athleten aus der Region kämpfen bei "Die Finals" um Meistertitel / Stand-Up-Paddlerin Tanja Ecker aus Wehr gewinnt Silber.

(BZ). Sie sollen eine höhere Aufmerksamkeit ermöglichen und als "Mini-Olympia" einen besonderen Esprit versprühen: "Die Finals". 18 Sportarten ermitteln dabei in verschiedenen Städten parallel ihre deutschen Meister. Aus der Region war ein Quartett am Start.

Silber für Tanja Ecker
Noch ist Stand Up Paddling (SUP) eine Nischendisziplin der Kanuten und auch wenn die Teilnehmerfelder gegenüber den klassischen Wettbewerben derzeit noch relativ überschaubar sind, hat sich die Wehrerin Tanja Ecker bereits in der deutschen Spitze etabliert. Im vergangenen Jahr gewann sie ihren ersten DM-Titel über die Langstrecke und sicherte sich zudem zweimal die Silbermedaille (Sprint und Technical Race).

Heuer war bei den Titelkämpfen in Duisburg nur die Sprintstrecke angesetzt. Als Siegerin ihres Vorlaufs qualifizierte sich Tanja Ecker (Kanu Sport Wehr) direkt und in souveräner Manier für das Finale. Für den Titel reichte es der Wehrerin dort nicht ganz, in 1:32,00 Minuten blieb sie 1,76 Sekunden hinter der neuen Meisterin Noelani Sach (LKV Hamburg). Mit Platz zwei und Silber erweiterte Ecker ihre DM-Medaillensammlung.

Platz 14 für Hans-Dieter Dreher
Es hätte alles schon perfekt laufen müssen, damit Hans-Dieter Dreher bei der Meisterschaft der Springreiter ganz vorne hätte landen können. Das Programm war dem Anlass entsprechend anspruchsvoll, zwei Prüfungen der Vier-Sterne-S-Klasse mit je zwei Umläufen waren in Balve zu absolvieren. Die Siegchancen des 49-jährigen Eimeldingers mit Vestmalle Des Cotis waren nach vier Fehlerpunkten im ersten Umlauf früh gesunken, nach Abschluss der ersten Prüfung mit insgesamt zwölf Strafzählern und Rang 20 lag das Podium außer Reichweite. Doch verbesserte sich Dreher in der zweiten Prüfung (vier Fehler sowie ein makelloser Ritt), die er als Achter abschloss. In der DM-Wertung belegte er Rang 14.

Neben der nationalen Meisterschaft standen beim CSI2-Turnier in Balve noch weitere Prüfungen auf dem Programm. Hierbei erreichte Dreher mit Meibloem vd Donkhoeve, einer neunjährigen Stute, in einem Zwei-Sterne-Springen und im Großen Preis jeweils den achten Platz.

Möller wird Achte, Männer in Top 25
Für Katharina Möller und Magnus Männer von der Turnerschaft Langenau fungierte der Bundesliga-Auftakt in Berlin zugleich als Rennen um die deutsche Meisterschaft. 750 Meter Schwimmen, 20,4 Kilometer auf dem Rad und fünf Kilometer Laufen waren gefordert.

Bei ihrer letzten DM 2019 kürte sich Möller zur Juniorenmeisterin, nach dem Ausfall der Titelkämpfe im vergangenen Jahr debütierte sie nun in der Elite. Dass sie auf diesem Niveau mithalten kann, hat die 19-jährige Hausenerin oft nachgewiesen, jüngst als Achte beim Europacup in Polen. Auch in Berlin platzierte sich Möller im vorderen Feld, war nach der neuntbesten Schwimmzeit (9:10 Minuten) und der Raddisziplin (30:39/5.) auf Top-Zehn-Kurs. Diesen hielt sie auf der Laufstrecke (16:33/12.) und kam in 58:58 Minuten als Achte ins Ziel, 1:12 Minute hinter Siegerin Lisa Tertsch (EJOT Team TV Buschhütten). Für ihre Bundesliga-Equipe des Post-Mey SV Tübingen erzielte Möller die beste Platzierung des Tages (Teamwertung: Rang sechs).

Magnus Männer, 21, hatte in der DM-Vorbereitung am international besetzten Rennen des Africa Triathlon Cups in Tunesien teilgenommen (18.). Im 80-köpfigen Starterfeld in Berlin erzielte der Zeller, der in der Bundesliga für das WMF BKK-Team AST Süßen startet, sowohl im Schwimmen (8:14 Minuten) als auch auf dem Rad (26:22) die jeweils 20.-beste Zeit der Konkurrenz. Nach der abschließenden Laufdisziplin (15:15/45.) reihte sich Männer in 52:42 Minuten auf Bundesliga-Rang 34 ein – 1:59 Minute hinter Sieger Tim Hellwig (Hylo Team Saar) – und belegte mit seiner Mannschaft aus Süßen den vierten Teamplatz. In der Wertung der deutschen Meisterschaft gelang dem Zeller der Sprung auf Rang 23.