"Eine sehr schwierige Gruppe"

Benedikt Hecht

Von Benedikt Hecht

Do, 02. September 2021

Handball Allgemein

Handballer des TV Willstätt starten am Samstag in die neue Saison / Aus den Drittliga-Staffeln sollen 26 von 82 Mannschaften am Rundenende in die Oberliga absteigen.

. Ole Andersen, Trainer des Handball-Drittligisten TV Willstätt, hat nur einen Wunsch für die am Samstag mit einem Spiel beim TuS Fürstenfeldbruck (19.30 Uhr) beginnende Saison: "Ich hoffe, dass wir diesmal die Runde regulär durchziehen können", sagt der Däne. Vier Ligaspiele absolvierten seine Mannen vergangenes Jahr, gewannen davon drei und spielten einmal Remis, ehe es zur Unterbrechung im November kam. Zwar nahm sein Team im April an der Aufstiegsrunde zur zweiten Liga teil, die lief aber nicht nach den Vorstellungen der Willstätter, sie verpassten die Zwischenrunde. "Das lag sicherlich auch an unserem Verletzungspech", sagt Andersen – und fügt an: "Ich stand nach zwei Spielen krankheitsbedingt ja auch nicht mehr zur Verfügung."

Insgesamt 82 Mannschaften treten dieses Jahr in der dritten Liga an, weshalb in sieben Staffeln gespielt wird. "Wir haben dabei eine sehr schwere Gruppe erwischt", sagt Andersen. In besagter Gruppe G starten neben dem TVW und Fürstenfeldbruck noch HBW Balingen Weilstetten II, HC Oppenweiler/Backnang, HSG Konstanz, SV Salamander Kornwestheim, TSG Söflingen, TSV Blaustein, TSV Neuhausen/Filder, TV Plochingen, VfL Günzburg und der VfL Pfullingen. "Pfullingen und Oppenweiler/Backnang kennen wir ja noch aus der Aufstiegsrunde, Fürstenfeldbruck und Konstanz sind aus der zweiten Liga abgestiegen", sagt Andersen. Um da einen Platz unter den Top Sechs der Staffel zu erreichen, müsse sein Team an "die Leistungsgrenze" gehen. Die Top Sechs in der Staffel G sind deshalb Andersens Ziel, da von den insgesamt 82 Mannschaften 26 in die Oberligen absteigen. Die Mannschaften auf den Plätzen sieben bis elf respektive zwölf jeder Staffel kämpfen um den Klassenverbleib. Dabei werden die gegen einen direkten Konkurrenten erzielten Punkte in die Abstiegsrunde mitgenommen. Es werden fünf Gruppen mit sechs und zwei Gruppen mit fünf Mannschaften gebildet. Die Teams auf Platz eins und zwei der jeweiligen Gruppen verbleiben in der dritten Liga. An der Aufstiegsrunde nehmen jeweils die Gruppenersten und -zweiten einer Staffel teil, während die auf den Rängen drei bis sechs platzierten Teams an einer Pokalrunde teilnehmen können. "Der Modus ist dieses Jahr etwas kompliziert", sagt Andersen.

Insgesamt zeigt sich der erfahrene Coach aber sehr zufrieden mit der Vorbereitung, "natürlich hakt es an der einen oder anderen Stelle noch, aber das ist normal." Mit einem 18 Mann starken Kader gehen die Willstätter dieses Jahr die Drittligasaison an. "Das hat seine Vor- und Nachteile", sagt er. Vorteil deswegen, weil sein Team nun sehr breit aufgestellt sei, er mehr Alternativen hätte und Verletzungen besser aufzufangen seien. "Andererseits fällt es mit einem 14-Mann-Kader einfacher sich einzuspielen, weil bei uns gar nicht alle genug Spielzeit bekommen können, es auch mal Unzufriedene geben wird", sagt Andersen.

Sehr zufrieden zeigt er sich dabei von den Eindrücken seiner Neuzugänge. Linksaußen Phillip Kunde und Kreisläufer Lennart Sieck waren zwar bereits in der Aufstiegsrunde dabei, nun haben sie aber erstmals die gesamte Vorbereitung absolviert. "Sie haben sich sehr gut ins Team integriert, von Philipp erwarte ich mir sehr viel." Maxime Duchene bildet mit Leon Sieck das Torwartduo. "Da sehe ich uns nun sehr gut aufgestellt." Der Grieche Ioannis Fraggis soll auf Rechtsaußen für Entlastung sorgen, Felix Krüger in der Abwehr als Organisator agieren. "Wir haben zwar verschiedene Defensivformationen eingeübt, vermutlich werden wir aber aus einer stabilen 6-0-Abwehr versuchen mit schnellen Vorstößen die Konkurrenz zu überraschen", sagt Andersen.

Ein weiteres Thema in der Vorbereitung war die 7:6-Angriffsvariante, in der ein siebter Feldspieler den Torhüter ersetzt. "Ich bin ein großer Fan dieser Angriffsvariante", sagt der Willstätter Trainer. Der Zuschauer in der Hanauerlandhalle darf sich daher auf variantenreiches Handball einstellen.

"Auf die Fans freue ich mich am meisten, durch die 3-G-Regelung gibt es bei uns keine Einschränkungen", sagt Andersen. Somit können bis zu 2500 Zuschauer den TVW nach vorne peitschen. "Das wäre wichtig, denn wir wollen eine Heimmacht sein", sagt Andersen.