"Aus jüdischer Sicht ein heiliges Buch"

Markus Zimmermann

Von Markus Zimmermann

Di, 27. Dezember 2016

Emmendingen

Ein Anfang ist gemacht: Karl Günther hat das Friedhofsbuch für den neuen jüdischen Friedhof fertig gestellt.

EMMENDINGEN. Die Reihen sind licht, als Frank Goos (Klarinette) und Gerhard Gerstle (Kontrabass) eine traurige Weise von Gustav Mahler spielen. Passend zur Überreichung des Friedhofsbuches des neuen Jüdischen Friedhofes in Emmendingen. Doch den eigentlich viel zu großen Saal hat Stadthistoriker Hans-Jörg Jenne bewusst ausgesucht. Die leeren Plätze stehen symbolisch für alle, die hier gelebt, hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben und die durch das Buch nun wieder gegenwärtig werden.

Knapp 60 Seiten umfasst das Friedhofsbuch, in dem Pfarrer im Ruhestand Karl Günther die Grabinschriften von rund 200 Menschen auflistet, die ihre letzte Ruhestätte gefunden haben auf dem am 23. November 1899 feierlich eröffneten neuen jüdischen Friedhof, der südöstlich des Bergfriedhofs angelegt wurde. Die erste Beerdigung, die von "Frau Cantor Bloch, Friederike geb. Gutmann aus Sulzburg", hatte kurz darauf, am 4. Dezember stattgefunden.

"Bei vielen, die hier gelebt haben, lässt sich erst aus dem Friedhofsbuch ...

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