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Das müssen Stadtlauf-Teilnehmer über die Emmendinger Strecke wissen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 18. Juni 2019 um 08:46 Uhr

Emmendingen

Zermürbende Kuppen, enge Kurven, hartes Pflaster: Drei Experten geben im Rahmen einer BZ-Serie Tipps, wie Anfänger den Emmendinger Stadtlauf Anfang Juli überstehen.

Auch vier Kilometer können lang sein: Nicht jeder, der beim Emmendinger Stadtlauf am 5. Juli die Jedermannstrecke in Angriff nimmt, ist ein erfahrener Läufer. Die BZ hat deshalb drei Experten um Tipps gebeten. Laufsportmoderator Peter Jenniches, Marathonläufer Hans-Jörg Jenne vom Organisationsteam und Vorjahressiegerin Stefanie Doll verraten, wie auch Couchpotatoes lächelnd ins Ziel kommen. Teil 2: die Strecke.

Ortskenntnis kann ein taktischer Vorteil sein

Enge Kurven, Pflastersteine in der Innenstadt und ein leichter, aber gemeiner Anstieg nach dem Start machen den Emmendinger Stadtlauf zu einem tückischeren Vertreter seiner Art. "Ich würde jedem raten, sich den Plan zu besorgen und die Strecke vorher mal abzugehen, um ein Gefühl für die Strecke zu kriegen", sagt Organisator Hans-Jörg Jenne. Ortskenntnis ist auch für Profis ein taktischer Vorteil: Wer weiß, dass es direkt nach dem Start leicht bergauf geht, direkt danach wieder bergab, kann sich sein Tempo besser einteilen.

"Der Emmendinger Stadtlauf ist cool, weil immer ziemlich viele Leute in der Stadtmitte sind", sagt Stefanie Doll, die im Vorjahr als schnellste Frau in Rekordzeit über den Zielstrich rannte. "Die Strecke hat aber auch fiese Ecken und enge Kurven, wo man gucken sollte, dass man schön auf der Innenseite läuft." Anfänger sollten darauf achten, nach dem Wechsel von Asphalt auf die Pflastersteine nicht außer Tritt zu kommen oder zu stolpern. Und auch sie warnt vor den Höhenunterschieden. "Die Kuppe über den Kreisverkehr zermürbt", sagt sie.

Die Strecke hat auch Passagen, die verzeihen

Peter Jenniches moderiert den Stadtlauf seit Jahren – und hat schon viele Läufer gesehen, die nicht mehr konnten. "Ich würde unbedingt am Anfang langsam machen", sagt er. "Wenn man müde ist, wird das Laufen auf dem buckligen Pflaster zur Qual."

Die Strecke kann aber nicht nur tückisch sein, sondern auch sehr nachsichtig. Zumindest für Läufer, denen es weniger auf Topzeiten ankommt, sondern darauf, nach vier Kilometern beziehungsweise zwei Runden durch die Innenstadt nicht in völlig desolatem Zustand über den Zielstrich zu kriechen. Das sagt jedenfalls Hans-Jörg Jenne. Der marathonerfahrene Fachbereichsleiter im Rathaus sieht aus seinem Büro jeden Tag den Goethe-Park – und legt diesen eher stillen Abschnitt des Stadtlaufes jedem ans Herz. "Wenn man gut aussehen möchte", sagt Jenne. "Dann kann man im Park noch etwas schleichen, ungefähr bis kur z vor der Ecke beim Lamm – und danach noch mal alle Kräfte für den Endspurt bündeln."

Info: In einer früheren Version des Textes wurde versehentlich ein falsches Datum genannt. Der Stadtlauf findet am Freitag, 5. Juli, statt – und nicht am 4. Juli-

Der Auftakttext im Netz: http://mehr.bz/stadtlauf-fit