Grenzach-Wyhlen

Endspurt der Sanierung der Kesslergrube hat begonnen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 17. Juni 2021 um 05:44 Uhr

Grenzach-Wyhlen

Die Sanierung der Kesslergrube in Grenzach-Wyhlen von Roche nähert sich dem Ende: Die letzte Etappe soll bis Frühjahr 2022 dauern, dann werden Pläne zur Ufergestaltung und Renaturierung vorgestellt.

Der Endspurt der Sanierung der Kesslergrube hat begonnen, wie das Unternehmen Roche Pharma mitteilt. Am 17. Mai startete der Aushub im letzten der drei Baufelder, im Baufeld Mitte. Damit sei laut Roche Pharma ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht worden.

Der Aushub im Baufeld Mitte erfolge, wie bei den Baufeldern Nord und Süd, konventionell, schildert Roche Pharma in seiner Mitteilung. Während drei Aushubbagger das belastete Erdreich lösen, transportiert ein Radlader dieses zur Auswurfstelle im Baufeld Süd. Ein weiterer Radlader nehme dieses dort auf und verfülle das Material in havariesichere und gasdichte Spezialcontainer. Diese Spezialcontainer würden nach der Befüllung äußerlich gereinigt und ausgeschleust.

Live- und Wärmebildkameras überwachen den Prozess

Verschließung, Reinigung und Ausschleusung der Transportcontainer erfolgen in der Containerschleuse weitgehend automatisch, wie das Unternehmen erläutert. Der Prozess des Aushubs und des Verladens innerhalb der Einhausung sowie der Umschlag auf das Schiff werde durch die Leitstelle mit über fünfzehn Live- und Wärmebildkameras überwacht. Jeder Container sei zudem mit einem GPS-Sender ausgestattet, was dessen genaue Ortung zu jeder Zeit ermögliche.

Vor dem Start der Aushubarbeiten im Baufeld Mitte hatten verschiedene Tests bestätigt, so Roche, dass der Aushubbereich innerhalb der Einhausung luftdicht sei und die Abluftreinigungsanlage in der Einhausung und in den Schleusensystemen die erforderliche Absaugleistung erbringe. Zudem wurden zur Sicherung der Baugrube im Baufeld Mitte anstelle der bisher zum Einsatz gekommenen Steifen sogenannte Verpressanker eingesetzt. Deren Verwendung sei eine bewährte Technik, um Baugruben zu sichern. Die Anker übertragen die Stützkräfte, mit welcher die Baugrubenwände gehalten werden, in die tragfähigen Rückverfüllungen der bereits sanierten Bauabschnitte Nord und Süd.

Mehrere Besprechungen mit zuständigen Behörden

Der Einsatz von Verpressankern anstelle von Steifen nahm eine etwas längere Vorbereitungszeit in Anspruch, so Roche. Insgesamt könne die Sanierung des Baufeldes Mitte dadurch aber um mehrere Wochen verkürzt werden. Vor Beginn der Aushubarbeiten mussten im Baufeld Mitte eine stark armierte Betonplatte und eine Asphaltfläche systematisch abgetragen werden.

Mit den für die Sanierung zuständigen Behörden – dazu zählen das Landratsamt Lörrach, das Regierungspräsidium Freiburg sowie die Gemeinde Grenzach-Wyhlen – fanden mehrere Besprechungen statt, ergänzt das Unternehmen. Dabei sei über die Renaturierung des Rheinufers diskutiert worden. Neben der Neugestaltung des Rheinuferstreifens und der Renaturierung der vorgelagerten Flachwasserzone ging es auch um die Wiederherstellung des Hochrheinwanderweges und der Verkehrswege. Eine Vorstellung der detaillierten Renaturierung- und Ufergestaltungsplanung kündigt Roche Pharma für "voraussichtlich Anfang 2022" an.

Die Sanierung des dritten und letzten Bauabschnitts ist bis Frühjahr 2022 veranschlagt. Anschließend soll die Sanierungsinfrastruktur zurückgebaut, Areal und Umfeld renaturiert und die für die Sanierung benutzten Flächen verkehrstechnisch wieder erschlossen werden.