"Eriksson bleibt länger stehen"

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Di, 19. Mai 2020

Schwenningen Wild Wings

Trainer Sundblad lobt neuen Torhüter der Wild Wings.

VILLINGEN-SCHWENNINGEN (witt). Niklas Sundblad, Cheftrainer der Wild Wings, weilte für zwei Tage in Schwenningen und zeigte sich von den Umbaumaßnahmen in der Helios-Arena begeistert. "Das wird sehr gut. Ich bin richtig neugierig, wie das Stadion mit der kleineren Eisfläche, deutlich mehr Sitzplätzen und den Logen aussehen wird", so Sundblad. Die Baumaßnahmen im Schwenninger Eisstadion sind voll im Zeitplan. "Ich denke, wir werden mit unserer kleineren Eisfläche und damit NHL-Maßen einen Heimvorteil haben. Wichtig wird aber so oder so sein, dass wir schnelle, läuferisch starke Spieler haben", so der Chefcoach. Mit Geschäftsführer Christoph Sandner, dem Sportlichen Leiter Christof Kreutzer und Athletiktrainer Hendrik Kolbert hatte Sundblad, der in Bergheim bei Köln wohnt, einiges abzuklären und zu besprechen. Bezüglich eines Nachfolgers für Torwarttrainer Ilpo Kauhanen gebe es noch keinen Vollzug zu vermelden. "Ich habe mit verschiedenen Kandidaten gesprochen. Es ist noch nichts fix, der neue Torwarttrainer wird aber ein Schwede sein", verriet Sundblad.

Die neue Nummer eins im Schwenninger Kasten, Joacim Eriksson, kommt ja ebenfalls aus Sundblads Heimat. Wie ist er im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem in Schwenningen gefeierten Goalie Dustin Strahlmeier? "Er bleibt länger stehen als Dustin", sagt Sundblad. "Er hat sehr viel Erfahrung." Torwart Nummer zwei bei den Wild Wings ist der Deutschtscheche Patrik Cerveny. Als dritter Torwart wird laut Sundblad Luis Benzing fungieren. Der gebürtige Schwenninger wurde auch für den Zweitligisten EHC Freiburg lizenziert. Allerdings braucht Benzing noch einen Klub, bei dem er Spielpraxis sammeln kann, schließlich ist er auch in Freiburg nur die Nummer drei. "Wir werden eine Lösung finden", ist Sundblad überzeugt. Übrigens, wer glaubt, der Schwede werde nach dem Torwart und dem Torwarttrainer weitere schwedische Landsleute nach Schwenningen bringen, könnte sich täuschen. "Die schwedische Liga ist gut aufgestellt. Dort erhält jeder Klub vier Millionen Euro Fernsehgeld im Jahr, die Kader sind schon sehr voll", so Sundblad: "Wie ich das mitbekommen habe, will die schwedische Liga, wenn es nicht anders möglich ist, mit Geisterspielen in die neue Saison starten." Die Möglichkeit, ohne Zuschauer zu spielen, wird in der DEL komplett abgelehnt.