Erinnern, das Kraft und Tränen kostet

Dierk Knechtel

Von Dierk Knechtel

Di, 31. Januar 2017

Offenburg

Stadt ehrt am Holocaust-Gedenktag Eva Mendelsson und Martin Ruch mit dem goldenen Stadttorzeichen für ihre Verdienste.

OFFENBURG. Am 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, hat die Stadt zwei Persönlichkeiten für ihre Verdienste um eben dieses Gedenken geehrt. Eva Mendelsson, die als Überlebende die Leiden ihrer Familie seit Jahren deutschen Schülern schildert, und Martin Ruch, der Mendelssons und die Geschichte anderer Offenburger Juden publizierte. Die Verleihung des goldenen Stadttorzeichens durch Oberbürgermeisterin Edith Schreiner fand im Museum im Ritterhaus statt.

Ohne die Bereitschaft der Betroffenen, sich zu öffnen und ihre Geschichte zu erzählen, ist Gedenkarbeit nicht möglich. Wie viel Kraft und Tränen es kostet, sich immer wieder erinnern zu müssen, schilderte Eva Mendelsson in ihren Dankesworten. Und doch wird sie nicht müde, über die schrecklichen Ereignisse zu sprechen, vorzugsweise gegenüber Heranwachsenden. Die heute 85-jährige, geborene Eva Cohn, wuchs in Offenburg auf. Zusammen mit ihrer Mutter Sylvia und Myriam, der Schwester, wurde sie 1940 ins Internierungslager Gurs im mit den Nazis kollaborierenden Vichy-Südfrankreich deportiert.

"Es ist geschehen, aber es darf ...

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