Erschütterte Hoffnung

Johannes Bachmann

Von Johannes Bachmann

Mo, 15. Februar 2021

Snowboard

Jana Fischer muss bei der WM auf Mixed-Finale verzichten.

(jb). Angreifen, ihr Können zeigen, schwungvoll um eine Platzierung unter den Besten mitkämpfen wollte Jana Fischer bei der Snowboardcross-Weltmeisterschaft im schwedischen Idre Fjäll. Doch die für den SC Löffingen startende Bräunlingerin hatte Pech. In der Qualifikation hatte sie sich knapp für die Vierer-Heats qualifiziert, im Viertelfinale kam für sie das frühe Aus. Während die spätere Weltmeisterin Charlotte Banks den Lauf souverän gewann, kollidierte die Schwarzwälderin beim Überholvorgang mit dem Brett der Französin Chloe Treseuch, stürzte bei hoher Geschwindigkeit, schied als Vierte ihres Laufs aus und wurde in der WM-Einzelwertung auf Rang 16 notiert. Bei dem heftigen Aufprall zog sich die 21-Jährige eine Gehirnerschütterung zu. Während Fischer am Abend nach dem Sturz trotz Brummschädel im kurzen Whatsapp-Chat mit der BZ noch von einem Start im Mixed-Rennen träumte, hatte Bundestrainer Bernard Loer angesichts des heftigen Sturzes Zweifel und vermeldete am morgen danach das Aus aller WM-Träume.

Fischers Zustand habe sich über Nacht nicht gebessert. "Im Sinn der Gesundheit" habe die Snowboardcrosserin des SC Löffingen in enger Abstimmung mit dem Teamarzt und dem Trainer schweren Herzens entschieden, auf den Start zu verzichten. Damit war auch die WM-Mixed-Hoffnung von Martin Nörl geplatzt, der am Donnerstag als bester Deutscher auf Rang fünf gerast war.