Kreisliga

FC Wittlingen II nähert sich Ligaerhalt, TuS Binzen knackt 100-Tore-Marke

Jürg Schmidt

Von Jürg Schmidt

Mo, 02. Mai 2022 um 19:25 Uhr

Kreisliga Hochrhein

In der Kreisliga A West hat der TuS Binzen die 100-Tore-Marke geknackt. Durch den 8:1-Sieg gegen den TuS Lörrach-Stetten hat der Spitzenreiter seinen Vorsprung auf zehn Punkte ausgebaut.

Einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt hat der FC Wittlingen II durch den 4:2-Heimsieg über den SV Todtnau gemacht. Die Gastgeber gingen bereits in der zehnten Minute durch Lars Wagner in Führung, Michael Stammler ließ das 2:0 folgen. Wenig später sah der Todtnauer Simon Weber nach einer Notbremse die Rote Karte. Die 2:0-Pausenführung und die Überzahl tat den Gastgeber indes nicht gut, bestätigte Trainer Sebastian Räpple. Prompt kassierte seine Elf im zweiten Durchgang das 2:1.

Die Wittlinger Reserve reagierte zwar rasch mit einem Doppelschlag von Stammler und Laurenz Hiller. Allerdings: Nachdem die Gäste auf 2:4 verkürzt hatten, hatten sie auch den erneuten Anschluss auf dem Fuß. "Dann hätte es eng werden können", so Räpple, dem angesichts der Ergebnisse auf den anderen Plätzen klar ist: "Mit ein oder zwei Siegen sollten wir den Klassenerhalt fix haben."

Vor Wochenfrist hatte Lörrach-Stetten noch Degerfelden mit 13:2 bedient; nun fand er sich selbst in der Abfertigungshalle wieder: Spitzenreiter Binzen entschied das Duell mit 8:1 für sich. Karl-Frieder Sütterlin, der Coach der Heimelf, war von den Gästen enttäuscht: "Es fehlten ihnen einige Spieler, aber ein bisschen kämpfen kann man ja."

Binzen mit Tiki-Taka zum 100. Saisontor

In der achten Minute erzielte Co-Trainer Frank Malzacher das 1:0. "Ein Weltklassetor, nach schönem Tiki-Taka mit Ben Nickel", schwärmte Sütterlin. Torjäger Guido Perrone dürfte sich nicht gegrämt haben, das 100. Saisontor des TuS Binzen nicht selbst erzielt zu haben – er steuerte sechs Treffer zu dem Sieg bei. Die Meisterschaft scheint nur noch Formsache. "Jetzt komme selbst ich hinterm Ofen hervor", scherzte der sonst so oft als Mahner auftretende Sütterlin.

Wozu er reichlich Grund hat, unterlag doch Verfolger Rheinfelden II in Schopfheim mit 1:3. Der SVS hatte zur Pause mit 0:1 zurückgelegen. "Wir sind in der zweiten Halbzeit höher gestanden und sind den Gegner höher angegangen", erklärte Jörg Nägelin vom Trainerteam des SV Schopfheim. Dass die Gäste durch eine Rote Karte geschwächt wurden – Dennis Heil hatte sich zu einer Tätlichkeit gegen Ivan Lomartire hinreißen lassen –, habe den Spielverlauf begünstigt. "Rheinfelden war aber auch in Unterzahl stets gefährlich, daher waren wir froh über das 3:1 in der Nachspielzeit", sagte Nägelin. Sergio Cammarano verwertete einen an Burak Asik verschuldeten Strafstoß.

Mit dem 5:1-Erfolg über den SV Weil II kam der FC Hauingen dem Saisonziel, im oberen Tabellendrittel zu landen, wieder ein Stück näher. Trainer Mick Fahr freute sich, dass sein Team wieder in die Spur fand: "Die Niederlage im Pokalhalbfinale gegen Stetten (1:2) hing der Mannschaft noch lange nach. Es hat etwas gedauert, bis sie das verarbeitet hatte. Umso toller war die Leistung gegen Weil. Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf wieder." Es war nicht der Tag der Gäste: Weil war früh zum Wechsel gezwungen, nachdem Baris Sakat im Laufduell mit einem Hauinger zusammengeprallt war. In der 54. Minute sah Riccardo Scicchitano die Ampelkarte. "Das trug dazu bei, dass Weil an Stabilität verloren hat", meinte Fahr.