Schlimmer als Sturm Lothar

Ralf Morys

Von Ralf Morys

Do, 16. August 2018

Feldberg

Von Burglind verursachte Sturmschäden und zwei Sonderhiebe sind in sieben Monaten aufgearbeitet / 40 000 Festmeter.

LENZKIRCH / FELDBERG. Mit einer logistischen Meisterleistung haben die Revierförster Andreas Schellbach, unterstützt vom Kollegen Nicolai Doll (Forstrevier Schollach) und Martin Bach in enger Absprache mit Armin Kojelles und Stefan Lehmann von der Holzverkaufsstelle des Landkreises, den Wettlauf gegen die Zeit gewonnen. Was Sturm Burglind am 3. Januar auf 90 Hektar, was einer Fläche von 180 Fußballfeldern entspricht, umgeworfen hat, ist aufgearbeitet. 40 000 Festmeter sind allein in Lenzkirch und in Feldberg angefallen. Davon sind schon mehr als 25 000 Festmeter an regionale Sägewerksbetriebe abgefahren worden.

Der wichtige Abschnitt, die schnelle Aufarbeitung des Sturmholzes ist beendet. "Es war die größte Aktion in meiner Dienstzeit", blickt Förster Andreas Schellbach auf die ersten sieben Monate des Jahres zurück. Schellbach hat den Ruf eines Sturmförsters weg, denn wann immer Sturm- oder Orkanböen über den Hochschwarzwald wegziehen, fallen in Lenzkirch die Bäume um. Burglind wehte in Lenzkirch mit 21 600 Festmeter wieder die meisten Bäume um.

UNTERSCHIED ZU LOTHAR
Sturmförster Schellbach hat Lothar, Vivian, Wiebke, den namenlosen Tornado und jetzt eben Burglind in seinen Lenzkircher Revieren erlebt. Und obwohl Lothar 1999 größere Mengen Sturmholz umwehte, sorgte Burglind für mehr Arbeit, weil es "nur" ein regionales Sturmereignis war. Bei Sturm Lothar waren die Grundvoraussetzungen ganz andere. Damals stand das Einheitsforstamt von Kartellwächtern noch außer Frage und Lothar war ein landesweites Schadensereignis und entsprechend war das ganze Land sofort sensibilisiert. Diesmal mussten die Förster ihren eigenen Masterplan für die Aufarbeitung entwerfen. Die Forstarbeit ist komplizierter geworden, weil sich die Struktur komplett verändert hat. Die Steuerung von oben nach unten funktionierte bei Burglind nicht, weil alle Kräfte ausgebucht waren. Die Revierleiter mussten sich ...

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