Niederlassung

Firma für Landtechnik siedelt sich im Gewerbegebiet Dyn A 5 an

Lena Marie Jörger

Von Lena Marie Jörger

Fr, 22. Mai 2020 um 20:00 Uhr

Ettenheim

Die Firma Krumm Landtechnik und Motorgeräte aus Malterdingen will im interkommunalen Gewerbegebiet Dyn A 5 von Ettenheim und Mahlberg eine Niederlassung bauen.

Am Dienstag fand der erste Spatenstich mit Vertretern aller beteiligten Firmen und der beiden Städte statt.

Ihren Hauptsitz hat die Firma in Malterdingen.

Gegründet wurde sie 1972 von Willi Krumm im umgebauten Keller und der Scheune seines Elternhauses im Ortskern als Ein-Mann-Betrieb. Nach drei Jahren bezog er im Gewerbegebiet von Malterdingen einen Neubau mit Werkstatt und Büro, 1990 kam eine Ausstellungshalle für Kleingeräte hinzu. Vor 15 Jahren eröffnete die Firma eine Filiale in Gundelfingen, 2010 eine offene Halle zur Präsentation von Schleppern, Kommunaltraktoren und Großgeräten. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 30 Mitarbeiter. Am Standort Ettenheim sollen weitere zehn bis 15 hinzukommen, so Max Müller, der das Unternehmen zusammen mit Melanie Krumm und Liane Hefter, den Töchter von Firmengründer Willi Krumm, führt.

Firma rückt näher an die Kunden aus der Ortenau

Die Firma verkauft, wartet und repariert Landmaschinen und andere landwirtschaftliche Geräte. Zu den Kunden gehören unter anderem Landwirte und Winzer, aber auch Hobbygärtner. Die Idee, eine Niederlassung im Ortenaukreis zu bauen, habe man schon vor Jahren gehabt. Den Standort im nördlichen Breisgau empfänden manche Kunden aus der Ortenau als zu weit weg. "Jetzt freuen wir uns, dass alles geklappt hat", so Müller.

Auf einer Fläche von rund 1600 Quadratmetern sollen zwei Gebäudekomplexe – für die Werkstatt sowie für Büro- und Ausstellungsräume – mit insgesamt 15 000 Kubikmeter umbautem Raum entstehen. Geplant ist auch ein sogenannter Concept Store der Firma Stihl. Mit der Planung und Bauleitung wurde die Firma Winterhalter und Maurer aus Malterdingen beauftragt. Beide Gebäudekomplexe sollen zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien beheizt werden, sagte Müller. Zur genauen Investitionssumme wollte er sich nicht näher äußern.

Grünes Licht für die Erdarbeiten

Ettenheims Bürgermeister Bruno Metz, der auch Vorsitzender des interkommunalen Zweckverbands ist, hieß das Unternehmen im Dyn A 5 willkommen und überreichte den teil-roten Punkt, mit dem es grünes Licht für die Erdarbeiten hat. Die Eröffnung der Niederlassung sei zwischen April und Juni 2021 geplant.

Mehr als 20 Firmen mit insgesamt rund 300 Mitarbeitern sind inzwischen im Gewerbegebiet Dyn A 5 angesiedelt. Sie bringen Ettenheim und Mahlberg jährlich Steuereinnahmen von rund 800 000 Euro. Metz sprach von einem reizvollen Mix aus Gewerbe und Produktion. Die Firma Krumm passe da gut hinein, sagte der Bürgermeister.
Die letzte freie Fläche

Das knapp ein Hektar große Grundstück an der Nicola-Tesla-Straße, das die Firma Krumm Landtechnik und Motorgeräte auf einstimmigen Beschluss der Zweckverbandsmitglieder erworben hat, befindet sich auf Ettenheimer Gemarkung. Es war das letzte freie Grundstück im bestehenden Bebauungsplangebiet. Angrenzend gibt es weitere rund sechs Hektar Gewerbefläche. Ziel der beiden Städte Ettenheim und Mahlberg sei es, auch hier Baurecht zu schaffen, betonte Bürgermeister Bruno Metz am Dienstag. Allerdings gibt es seit Längerem Uneinigkeit zwischen den beiden Städten um den Betrieb des Pelletwerks und die Aufstellung eines rechtskräftigen Bebauungsplans für das Gewerbegebiet. Ein zentraler Punkt im Bebauungsplanverfahren ist die Frage, ob ein Beschluss einstimmig fallen muss oder nicht. Ja, sagen Ettenheim und die Kommunalaufsicht, nein, sagt Mahlberg. Beim Spatenstich sagte Metz, dass für den Bebauungsplan nun mehrere Gutachten zu Emissionen des Pelletwerks (Lärm und Geruch) vorlägen. Für Ende März sei eine Besprechung mit allen Beteiligten – darunter auch Vertreter des Pelletwerks und Gutachter – geplant gewesen, sie habe aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden müssen. "Ziel ist es, den Termin möglichst noch vor der Sommerpause stattfinden zu lassen, um entscheidungsfähige Unterlagen für die kommunalen Gremien in Mahlberg und Ettenheim zu bekommen", so Metz.