Forschung für Wasserstoff in Fessenheim?

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 14. November 2020

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

CDU-Abgeordnete starten Initiative für die Region.

(BZ). Für die Erforschung und Produktion von wasserstoffbasierten Kraftstoffen setzen sich die CDU-Abgeordneten Matern von Marschall und Patrick Rapp ein. Einer Pressemitteilung zufolge haben sie eine entsprechende Initiative gestartet. Matern von Marschall wirbt demnach auf bundespolitischer Ebene für ein deutsch-französisches Wasserstoffzentrum in Fessenheim.

Zum einen sei dies die Möglichkeit, sogenannte E-Fuels, wie synthetische Kraftstoffe genannt werden, dezentral und durch den Einsatz von regenerativen Energien zur produzieren und weiter zu erforschen, so die beiden Politiker. Zum anderen sehen sie darin eine wirtschaftlich zukunftsfähige Alternative zu den bisher diskutierten Nutzungszielen für das Kraftwerksareal in Fessenheim.

Beide Abgeordneten sind sich darüber einig, dass der Aufbau einer Produktions- und Forschungsstätte für "Blaue Energie" mehr als wichtig und richtig sei. "Wenn wir Klimaschutz ernst meinen, dann benötigen wir alle Arten von Energie, die den CO2-Ausstoß reduzieren", heißt es in der Mitteilung weiter. "Gerade in der Region Südbaden/Elsass haben wir hervorragende Möglichkeiten. Wo, wenn nicht hier können wir ,Saubere Energie für unseren blauen Planeten’ voranbringen?", betonen von Marschall und Rapp.

Zu diesem Vorstoß hätten sie bereits erste Gespräche mit politisch Verantwortlichen auf deutscher wie auch französischer Seite geführt. "Ebenfalls beteiligt sind unsere Forschungseinrichtungen, aber auch Investoren und Betreiber von Fahrzeugflotten." Durch die Wasserstoffstrategie in Bund und im Land gebe es die Möglichkeit, schneller voran zu kommen. Gemeinsam mit Forschungsministerin Anja Karlizcek und Wirtschaftsminister Peter Altmaier suche von Marschall nach Wegen, das deutsch-französische Leuchtturmprojekt Realität werden zu lassen.

Als Mitglied der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung vernetze von Marschall deutsche und französische Fachpolitiker: "Ob wir ein gemeinsames Innovationszentrum gründen können, hängt maßgeblich von unserer Zusammenarbeit mit der französischen Seite ab." Er stehe deshalb in engem Dialog mit den französischen Kollegen, um das Projekt voranzutreiben.