Frankreich muss für Missbildungen zahlen

afp

Von afp

Fr, 03. Juli 2020

Panorama

Nach tausenden Fällen von Missbildungen bei Neugeborenen durch ein Epilepsie-Medikament hat ein französisches Gericht erstmals dem Staat die Mitverantwortung dafür gegeben. Das Verwaltungsgericht im Pariser Vorort Montreuil verurteilte den französischen Staat zu Entschädigungszahlungen zwischen 20 000 und 290 000 Euro an drei Familien, deren Kinder mit Missbildungen auf die Welt kamen, nachdem ihre Mütter während der Schwangerschaft das Medikament Depakine eingenommen hatten. Laut Gericht sind auch der Herstellerkonzern Sanofi sowie die verschreibenden Ärzte mitverantwortlich.