In Freiamt lief 2018 nach Plan

Benedikt Sommer

Von Benedikt Sommer

Do, 18. Juli 2019

Freiamt

Schuldenabbau fortgesetzt.

FREIAMT (bso). In der ersten Sitzung des neu gewählten Gemeinderats am Dienstag präsentierte Rechnungsamtsleiterin Jasmin Stoll positive Zahlen für 2018. Der Schuldenabbau der Gemeinde wurde fortgesetzt. Die Gebühren für die verlässliche Grundschule werden erhöht.

"Recht gut entlang des Plans", so fasste Jasmin Stoll 2018 in professioneller Nüchternheit zusammen. 2018 wurden gut 1,6 Millionen Euro in den Vermögenshaushalt übertragen, gut 240 000 Euro mehr als geplant. Das lag an gestiegenen Gewerbesteuereinnahmen, so Stoll, an höheren Landeszuweisungen und einem "schwacher Winter mit geringeren Ausgaben". Es gebe keinen Anlass, die bisherige Haushaltspolitik zu ändern. Eine Position, der alle Fraktionen zustimmten. "Wir müssen weiter sparsam wirtschaften", forderte Martin Böcherer (FWV), der im Ergebnis einen sich ankündigenden Wirtschaftsabschwung ausmachte.

Gut eine Million Euro wurde investiert. Die größten Posten waren die letzte Teilzahlung für die gemeindeeigenen Wohnungen an der Gartenstraße mit fast 380 000 Euro und das neue Tanklöschfahrzeug (rund 346 000). Die Schulden betragen 2,3 Millionen Euro. Die Rücklage stieg auf 2,7 Millionen Euro. Verluste verzeichneten Wasserversorgung (knapp 12 000 Euro) und, wie jedes Jahr, die Touristikbetriebe (503 000 Euro). Bei der Wasserversorgung verursachte die sommerliche Dürre eine längere Nutzung der Tiefbrunnen und höhere Energiekosten. Der Verlust wurde mit dem Gewinnvortrag verrechnet, das Touristik-Defizit decken Betriebskostenzuschüsse.

Verlässliche Grundschule wird erweitert und teurer

Die Gebühren für die "Verlässlichen Grundschule" werden erhöht; sie waren seit 2002 unverändert, so Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench. Nun erforderten gestiegene Kosten und eine Ausweitung des Angebots (eine zweite Betreuerin wurde eingestellt) einen höheren Beitrag der Eltern. Die Betreuung kann an Vor- und Nachmittagen erfolgen, an zwei Nachmittagen der Woche gibt es dazu eine verlängerte Betreuungszeit bis 15.30 Uhr. Bis zu fünf Buchungen kostet der Service 25, ab der sechsten Buchung 50 Euro im Monat. Je verlängertem Nachmittag werden weitere zehn Euro fällig. Dazu kommen zwei Euro Bastelgeld, ebenfalls pro Monat. Die neue Gebührensatzung tritt am 1. September in Kraft.