Umstellung

Neues Konzept der Solarmesse bewährt sich

Holger Schindler

Von Holger Schindler

Fr, 14. Juni 2019 um 11:22 Uhr

Freiburg

Seit dem vergangenen Jahr firmiert die einstige Intersolar unter der Dachmarke "Smarter E" und ist nur noch eins von vielen Elementen. Geschadet hat es der Solarmesse nicht, das neue Konzept greift.

Einst hieß sie schlicht Intersolar, doch seit dem Vorjahr ist die gemeinsame Solarmesse der Freiburger Messegesellschaft FWTM und der Firma Solar-Promotion in Pforzheim nur noch ein Element unter der Dachmarke "Smarter E" – gemeinsam mit den Messen "Power2Drive" rund um die Stromversorgung von E-Fahrzeugen, EES rund um Energiespeichertechnologien und EM-Power rund um dezentrale und erneuerbare Eigenversorgung. Die Intersolar konzentriert sich wie gehabt vor allem auf Sonnenstrom (Photovoltaik) und Sonnenwärme (Solarthermie).

Dieses Jahr fand "Smarter E" mit den vier zeitgleichen Teilmessen zum zweiten Mal auf dem Messegelände in München statt, wohin die Intersolar 2008 umgezogen ist, weil es in Freiburg zu eng wurde. "Wir sind zufrieden mit der Entwicklung", sagt FWTM-Geschäftsführer Daniel Strowitzki. 2012 hatte die Intersolar einen starken Einbruch erlebt. Die Ausstellerzahl in München halbierte sich damals von rund 2400 auf 1200. Dieses Jahr kann Strowitzki sich jedoch über Zuwächse freuen. Bei der dreitägigen "Smarter E" vom 15. bis 17 Mai waren 1354 Aussteller vertreten, ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Besucher wuchs um acht Prozent auf 50 000.

Rückzug aus den USA, mehr Flexibilität weltweit

"Die Umstellung auf das Smarter-E-Konzept war richtig, weil wir so neue Flexibilität gewinnen", sagt Strowitzki. Man könne unter der Dachmarke Messen und Konferenzen auch nur zu einzelnen Themenbereichen leichter international platzieren. Den Intersolar-Ableger in den USA, den es seit 2008 gibt, hat die FWTM indes wieder aufgegeben – das politische Umfeld passe nicht mehr.

"Smarter E" spielt rund die Hälfte des FWTM-Umsatzes ein – außer in München aktuell noch in Indien, Brasilien, Mexiko und Dubai. In München hat dieses Jahr übrigens die Freiburger Firma Mondas den "Smarter-E-Award" gewonnen – für ihr Projekt eines intelligenten solaren Nahwärmenetzes fürs Baugebiet Gutleutmatten.