Der Hungerweg nach Wolfegg

Jule Schwarz

Von Jule Schwarz

Fr, 13. April 2012

Freizeittipps

Auf den Spuren der Schwabenkinder: Neue Wanderwege.

Schwer wiegen die Hölzle an den Füßen des achtjährigen Anton Bereuter. Nur mit Papier ausgestopft gegen die Nässe sollen ihn die klobigen Holzschuhe über die verschneiten Pässe des Bregenzerwalds tragen. Das war 1916 und Anton Bereuter war ein sogenanntes Schwabenkind. Eines von tausenden, die aus blanker Not von ihren Familien in Tirol, Vorarlberg oder Graubünden jedes Jahr im März nach Oberschwaben geschickt wurden, um den Sommer über dort auf einem Bauernhof zu arbeiten. "Faktisch aber, um einen Esser weniger am Tisch zu haben", sagt Elmar Bereuter, Antons Sohn, heute.

Das Phänomen des Schwabengehens ist zum ersten Mal zu Beginn des 17. Jahrhunderts belegt und hielt über vier Jahrhunderte an, bis in die 1930er Jahre. Und es belastete das Leben der betroffenen Familien und Dörfer schwer. Ein EU-Projekt unter ...

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