Chef im Speisewagen des "Zugs der Zeit"

Liane Schilling

Von Liane Schilling

Mi, 03. April 2019

Friedenweiler

Hans-Peter Zipfel sorgt bei Proben und Premiere fürs leibliche Wohl.

FRIEDENWEILER-RÖTENBACH (ls). Pfeifend ordnet Hans-Peter Zipfel die Töpfe und stelle die Warmhaltebecken bereit. Er hantiert gut gelaunt in der Küche der Benedikt-Winterhalder-Halle. Der gelernte Koch ist Hobby-Küchenchef für Aufführungen und Proben des Musicals "Der Zug der Zeit", das am kommenden Wochenende in Rötenbach Premiere hat und einer der Höhepunkte im Festjahr zum 1200-jährigen Bestehens des Ortes wird.

"Eigentlich wollte ich mitsingen, aber dann kam Vimpen (Armin Hasenfratz) und meinte, ich könnte doch wieder die Küche machen", erzählt Zipfel auf die Frage, wie er zu diesem Amt kam. "Die Sänger müssen jetzt halt weiter auf mich warten", erklärt er lachend.

Bereits im Herbst 2017 war Zipfel bei den ersten Besprechungen dabei, die Art der Verpflegung und das Angebot insgesamt sind mit dem des Fördervereins abgesprochen, erzählt er. An den Aufführungsabenden gibt es "Überraschungen aus dem Speisewagen, und vielleicht ein Eisenbahnervesper", meint er verschmitzt. Die große Küche wird es nicht sein, weil der Büffetwagen vor der Abfahrt des Zuges, während des Zwischenstopps und nach dem Erreichen des Endbahnhofs geöffnet ist, während der Spielphasen aber keine Laute, wie die der Spülmaschine stören dürfen, erklärt Zipfel.

Nach den Aufführungen werden Tische aufgestellt und in bewährter Rötenbacher Manier der gemütliche Teil eingeleitet, verrät er. Bei fünf Veranstaltungen werden rund 2500 Personen ehrenamtlich bewirtet, die Probenwochenenden kommen dazu. Dort kocht Zipfel für 150 bis 200 Personen ein warmes Mittagessen, auch mit vegetarischer Variante, Kaffee und gespendete Kuchen, sowie "ä Schoklädle" runden das Angebot ab. Er managt das Ganze alleine, zwei oder drei Frauen helfen beim Spülen. Bei den Aufführungen sind etwa 15 Helfer im Einsatz in Küche und Getränkeausschank.