Friedhof wird erweitert

Gerhard Walser

Von Gerhard Walser

Fr, 17. September 2021

Emmendingen

In Kollmarsreute entsteht ein 1560 Quadratmeter großes Feld für Urnenbestattungen.

Einstimmig fiel der Beschluss im Technischen Ausschuss aus, den Friedhof Kollmarsreute zu erweitern. In südwestlicher Richtung soll die Anlage um ein 1560 Quadratmeter großes Urnenfeld erweitert werden.

"Der Bedarf dafür ist groß", sagte Fachbereichsleiter Uwe Ehrhardt. Während Erdbestattungen nur noch wenig nachgefragt würden, seien reine Urnenbeisetzungen weiter im Trend. Die vorhandenen Plätze für Urnengräber im alten Teil des Friedhofs und im ersten Erweiterungsabschnitt seien mittlerweile fast vollständig belegt. Auch die Friedwiese habe sich in Kollmarsreute etabliert und werde gut angenommen. Eine Erweiterung hält Ehrhardt demnach für dringend notwendig. Der Friedhof soll in südwestlicher Richtung ausgedehnt werden. Dafür wird der bestehende Zaun um 25 Meter verlängert. Auf der derzeit landwirtschaftlich genutzten städtischen Fläche sollen Urnenreihengräber und Urnenwahlgräber angelegt werden. Auch ein sogenanntes gärtnergestaltetes Grabfeld ist geplant. Mehrere beschattete Sitzbänke und eine zweite Wasserstelle sind ebenfalls vorgesehen, um zusätzliche Gießmöglichkeiten zu schaffen.

Wert legt die Verwaltung in enger Abstimmung mit der Naturschutzbehörde auf eine naturnahe und ökologische Gestaltung. Platz ist auch für einige einheimische Obstbäume, Sträucher und eine insektenfreundliche Blütenwiese, wie sie auch auf anderen Friedhöfen mehr und mehr angelegt würden. Ehrhardt berichtete von einer erfolgreichen Kooperation mit dem Naturschutzbund zum Thema "Lebensraum Friedhof". Auf Leerstandsflächen könnten Bienenstöcke abgestellt werden, Trockenmauern Eidechsen und Insekten als Unterschlupf dienen.

Auch der Ortschaftsrat war von der Planung "begeistert", wie Ortsvorsteher Rainer Lupberger anmerkte. Allerdings regte er an, im Zuge der Erweiterung auch die bestehenden Wege auf dem Friedhof "seniorengerecht" zu befestigen: "Kieswege sind nicht mehr zeitgemäß."