Friedrichschule braucht dringend Platz

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 03. Dezember 2019

Lahr

Rektor Stephan Seizinger sieht die Entwicklung der Gemeinschaftsschule positiv.

LAHR (BZ). Die Schülerzahlen an der Friedrichschule steigen. Im nächsten Jahr wird es an der ersten Lahrer Gemeinschaftsschule erstmals einen Realschulabschluss geben. Darüber hat Rektor Stephan Seizinger beim Besucher der Landtagsabgeordneten Sandra Boser (Grüne) und Grünen-Stadträtin Rebecca Bohnert am Donnerstag berichtet.

2012 sind die ersten Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg an den Start gegangen, im Schuljahr 2015/2016 unternahm auch die Friedrichschule, damals unter der Leitung von Günter Ugi, diesen Schritt. "Die Schülerzahlen wachsen. Derzeit sind es 18 Klassen", berichtet Seizinger. Das Interesse an der Schule und dem Bildungsangebot sei groß. Konrektor Hans Nerpel ergänzt: "Die Eltern sind sehr engagiert und bringen sich ins Schulleben ein." Inzwischen kämen auch immer mehr Schüler aus dem Umland an die Schule. Der Großteil der Schüler in den oberen Klassen verfüge über eine Hauptschulempfehlung, davon werden nächstes Jahr aber einige den Realschulabschluss angehen. "In den unteren Klassen wird die Durchmischung von Jahr zu Jahr besser. Dies bestärkt uns, den Weg weiterzugehen", betont Seizinger.

Ein wichtiges Anliegen ist dem Rektor die Sanierung und Erweiterung der Schule. "Wir brauchen dringend Platz. Gerade für das Musikprofil brauchen wir Qualität und Räume", äußert sich Seizinger, der sich einen dreizügigen Ausbau wünscht.

Beim Thema Digitalisierung waren sich alle einig, dass die Wartung zukünftig nicht mehr von den Lehrkräften mitgeleistet werden kann. Begeistert ist Seizinger von der digitalen Lernplattform "Diler": "Ein tolles Instrument zur Dokumentation und Kommunikation. Für Eltern, Lehrer und Schüler. Man kann beispielsweise auf Veranstaltungen, Klassenarbeiten und Lernvideos zugreifen."

Nach dem Schulleitergespräch ging es für die Landtagsabgeordnete zum Gespräch in die Klasse 8b, die zusammen mit ihrer Lehrerin Irina Belikow-Hand Fragen vorbereitet hatten. "Warum haben wir keine Schuluniform?" war die erste Frage einer Schülerin. "Ich finde Schuluniformen eigentlich nicht schlecht, weil damit das Thema von Markenklamotten und wer sich was leisten kann, gar nicht erst aufkommt", so die Abgeordnete. Und Wasserspender an der Schule? Dies werde gerade geplant, wird Seizinger in der Pressemitteilung der Grünen-Abgeordneten zitiert.