Re-Start in Zeiten der Pandemie

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

So, 18. Oktober 2020

FT 1844 Freiburg

Die FT-Volleyballer wollen heute in Karlsruhe spielen.

Die Zweitliga-Volleyballer der Freiburger Turnerschaft unternehmen den nächsten Versuch, ihrem Sport nachzugehen. Am heutigen Sonntag wollen sie um 16 Uhr in Karlsruhe gegen die Baden Volleys antreten. Die Partie wäre die erste nach vier Wochen Zwangspause. Fünf Spieler der ersten und zweiten Mannschaft hatten sich im September mit dem Coronavirus infiziert.

Insgesamt 15 Spieler mussten sich zwei Wochen lang in häusliche Quarantäne begeben, zwei Partien wurden abgesagt. Der Re-Start beim TV Bliesen vor einer Woche fiel dann ebenfalls der Corona-Pandemie zum Opfer. Diesmal untersagte die Stadt St. Wendel (Bliesen ist ein Stadtteil) die Begegnung wegen zu hoher Infektionszahlen im Landkreis. Die FT-Volleyballer erfuhren von der Absage erst, als sie schon in den Team-Bussen unterwegs waren. Auf Höhe Baden-Baden kehrten sie um. Es wäre also schon ein Erfolg, wenn das Nachholspiel heute überhaupt stattfinden kann.

Die infizierten Spieler wurden sportmedizinisch untersucht, alle dürfen wieder Leistungssport treiben. Natürlich haben nicht nur sie nun Defizite, sondern auch die anderen, die während der Quarantäne nur Heimtraining machen konnten. "Niemand ist hundertprozentig fit", sagt Coach Jakob Schönhagen. Dass Karlsruhe zu den Top-Teams der Liga gehört, macht die Aufgabe nicht gerade einfacher: "Es wird ganz, ganz schwierig", prophezeit der Coach.

Unabhängig von der Corona-Pandemie ist das Team der FT weiterhin ersatzgeschwächt. Tom Kaufhold, Johannes Stemmann und Mathis Mattmüller sind verletzt. Soweit 1844 bislang überhaupt spielen konnte, ist die Saisonbilanz ausgeglichen: Dem 3:1-Sieg am 12. September in Mainz folgte eine Woche später eine 2:3-Niederlage gegen Schwaig.