Für Patienten stets da gewesen

vfsw, bz

Von Ralph Lacher & BZ-Redaktion

Mi, 03. Juni 2020

Maulburg

Trauer um den langjährigen Maulburger Hausarzt Stanat.

"Menschen zu helfen, war mir Zeit meines Lebens ein Anliegen. Das ist mir gelungen und so kann ich zufrieden zurückblicken." Das sagte der Maulburger Hausarzt Werner Stanat, als er vor zwei Jahren seinen 75. Geburtstag feierte. Nun ist er überraschend verstorben – zwei Monate nach seinem 77. Geburtstag.

Stanat kam mit zwei Jahren als Flüchtlingskind nach Maulburg. Sein Vater eröffnete in den Nachkriegsjahren eine Arztpraxis in Maulburg, der einzige Sohn machte am Schopfheimer Gymnasium sein Abitur und studierte in Basel und Freiburg Medizin. Im Jahre 1976 baute Werner Stanat mit Unterstützung seiner Ehefrau Renate ein Wohn- und Praxisgebäude am damaligen Ortsrand von Maulburg und machte sich als Hausarzt selbstständig.

Die Arbeit als Landarzt war für den Vater zweier Kinder eine anstrengende, aber auch erfüllende Tätigkeit. Werner Stanat war über seine Tätigkeit in der Praxis in Maulburg hinaus medizinisch engagiert. So lehrte er fünf Jahre lang an der medizinischen Fakultät der Freiburger Uni, war jahrzehntelang als Notarzt und DRK-Bereitschaftsarzt tätig und baute eine Lepra-Station in Nepal auf. Dort kam er auch zu einem besonderen Hobby: Der leidenschaftliche Briefmarkensammler wurde Spezialist für Postwertzeichen aus Nepal. Auch ein weiteres Hobby, das Sportschießen in der SG Zell, pflegte er bis ins hohe Alter.

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis in Schopfheim statt.