Fritz Keller

Für seinen unpassenden Vergleich sollte er mit gelber Karte verwarnt werden

Hans-Dieter Busch

Von Hans-Dieter Busch (Rust)

Mi, 05. Mai 2021

Leserbriefe

Zu: "Ins Abseits gestellt", Beitrag von René Kübler und Frank Hellmann (Sport, 28. April)

Als ich diesen Bericht gelesen habe, dachte ich sofort: Armer Fritz Keller, nun hat man ihn so weit gebracht. Ich kenne Herrn Keller nicht persönlich, habe aber seine Tätigkeit als Gastronom und als Präsident beim SC Freiburg immer aufmerksam verfolgt und mit Achtung wahrgenommen. Als Herr Keller das Amt des DFB-Präsidenten angenommen hat, habe ich mir zuerst gedacht, warum er sich das antut. Gleichzeitig war ich erfreut, weil ich gedacht habe: Endlich kommt da einer, der das Zeug dazu hat, die Ärmel hochzukrempeln, um die Vetternwirtschaft in den Griff zu bekommen und zum Wohle aller DFB-Mitglieder für mehr Transparenz und Klarheit zu sorgen.

Dennoch: So etwas darf einfach nicht passieren. Den Vergleich eines Vorstandskollegen mit einem Nazischurken ist ein No-Go. Dass Herr Keller diesen Vergleich gezogen hat, wird ihm mit Sicherheit am meisten leidtun, vor allem, weil er weiß, dass seine Kontrahenten beim DFB vermutlich schon lange auf so eine Gelegenheit gehofft haben. Es zeigt sich, dass einige der Strippenzieher beim DFB bereits die Köpfe zusammenstecken und darüber beraten, wie sie diese Entgleisung gegen ihren (unbequemen) Präsidenten verwenden können.

Doch nun kommt der einfache Fußballfan ins Spiel, der so wie ich nichts anderes erwartet, als dass wir hoffentlich bald wieder interessante, spannende und mitreißende Fußballspiele live sehen können. Die, so wie ich, an den Präsidenten Fritz Keller glauben, weil sie der Überzeugung sind, der Mann macht einen guten Job und ist genau der richtige auf diesem heißen Posten. Für seinen unpassenden Vergleich sehe ich es angebracht, Herrn Keller mit einer gelben Karte zu verwarnen. Und ich bin sicher, dass er diese akzeptieren wird. Hans-Dieter Busch, Rust