Füreinander bestimmt?

dpa

Von dpa

Mi, 13. Januar 2021

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SWR-Intendant Gniffke schlägt Kooperation mit dem SR vor.

Der Intendant des Südwestrundfunks (SWR), Kai Gniffke, hat sich für eine weitgehende Zusammenarbeit seines Senders mit dem benachbarten Saarländischen Rundfunk (SR) ausgesprochen. "Wir können sehr viel intensiver miteinander kooperieren", sagte Gniffke über die beiden öffentlich-rechtlichen Anstalten in einem Interview des Branchendienstes dwdl.de vom Dienstag. Der scheidende SR-Intendant Thomas Kleist lehnte den Vorstoß umgehend ab. "Ich weise die Überlegungen meines SWR-Kollegen entschieden zurück", sagte er auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Kooperation hört dort auf, wo die Souveränität der Landesrundfunkanstalt angetastet wird."

SWR-Intendant Gniffke sagte über beide ARD-Anstalten: "Ich sehe zwei Sender, die füreinander bestimmt sind." Denkbar seien senderübergreifende Strukturen zwischen SWR und SR auf der Ebene der Direktionen. SR-Intendant Kleist entgegnete: "Der SR wird weder Direktionen zur Disposition stellen, noch Strukturen des SWR übernehmen." Die Eigenständigkeit aller Landesrundfunkanstalten beruhe nicht nur auf der Programmautonomie, sondern auch auf gut funktionierenden, eigenen Strukturen. Zu einer vollständigen Fusion der Anstalten äußerte sich Gniffke zurückhaltend. Der SWR kenne aus seiner Geschichte die Mühen einer Fusion. "Das heißt nicht, dass ich für immer und ewig eine Fusion ausschließen würde, aber ich weiß, wie schwer sie sind und wie viele Jahre sie dauern", so der SWR-Intendant. SR-Intendant Kleist tritt im April vorzeitig ab.