Geigerin und Pädagogin: Ida Haendel gestorben

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Von dpa

Fr, 03. Juli 2020

Klassik

Sie zählte zu den bedeutendsten Violinistinnen des 20. Jahrhunderts, unterrichtete David Garrett und spielte für Papst Benedikt in Auschwitz. Jetzt ist die in Polen geborene Geigerin Ida Haendel in Miami friedlich gestorben. Die in Chelm 1923 oder 1928 – dazu existieren unterschiedliche Angaben – geborene Haendel galt als eine der großen Geigerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie studierte unter anderem bei Carl Flesch und George Enescu. Zu ihren Schülern gehörte auch der deutsche Popgeiger David Garrett. 1936 war sie mit ihrer Familie nach Großbritannien gezogen. Von 1952 an lebte sie für fast vier Jahrzehnte im kanadischen Montréal. 1973 war sie mit dem London Philharmonic Orchestra die erste westliche Solistin, die nach der Kulturrevolution nach China eingeladen wurde. 1993 gab sie ihr Debüt mit den Berliner Philharmonikern. 2006 trat sie im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau für Papst Benedikt XVI. auf.