Jubiläum

Gemeinde Auggen und Deutsch-Französische Brigade erneuern 25-jährige Patenschaft

Volker Münch

Von Volker Münch

Di, 29. September 2020 um 17:22 Uhr

Auggen

Seit 25 Jahren hat die Gemeinde Auggen eine Patenschaft für die erste Kompanie des Versorgungsbataillons der Deutsch-Französischen Brigade. Zum Jubiläum gab es nun eine kleine Feier.

Vor 25 Jahren hat die Gemeinde Auggen die Patenschaft für die erste Kompanie des Versorgungsbataillons der Deutsch-Französischen Brigade übernommen. Seither hat sich eine lebendige Partnerschaft zwischen den Soldaten und dem Winzerdorf entwickelt. Kürzlich feierten die Repräsentanten der Gemeinde und der Führung der Kompanie wie auch des Bataillons das Jubiläum.

Regelmäßige Begegnungen zwischen Soldaten und Auggenern

Für Auggens Bürgermeister Fritz Deutschmann ist es ein "wunderbares Miteinander", das sich im Laufe der vergangenen 25 Jahre entwickelt habe. Der Bürgermeister verglich das Jubiläum gar mit einer silbernen Hochzeit. Unter den Gästen konnte er auch den stellvertretenden Chef des Versorgungsbataillons, Oberstleutnant Thomas Berns, und seinen Amtsvorgänger Albert Gamb, der federführend an der Patenschaft im Jahr 1995 beteiligt war, begrüßen. Seither gibt es nach den Worten Deutschmanns regelmäßige Begegnungen zwischen den Soldaten der Kompanie und den Menschen in Auggen bei den Winzerfesten und anlässlich des Volkstrauertages.

Weil die Kompanie sowohl aus deutschen wie auch aus französischen Soldaten besteht, sei die Patenschaft, die eigentlich mehr eine Partnerschaft ist, ein wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung, betonte der Bürgermeister. "Für uns ist es ein besonderes Anliegen, dass die Brigadeangehörigen in die Bevölkerung integriert sind. Und wir wissen ihren Beitrag für die Friedenserhaltung in der ganzen Welt zu schätzen", sagte Fritz Deutschmann.

Amtsvorgänger Albert Gamb erinnerte an die Anfänge, als die Winzergemeinde Auggen wegen ihres Weins in den Fokus der Brigade geraten sei. "Die Patenschaft mit der ersten Kompanie war wohl die erste ihrer Art, nachdem die Brigade erst kurz zuvor ins Markgräflerland verlegt worden ist." Als die Soldaten zu ihren Einsätzen in den Kosovo oder nach Afghanistan unterwegs waren, organisierten die Auggener verschiedene Aktionen, um den Soldaten und ihren Familien ein Gefühl von Solidarität zu geben, hieß es weiter.

Für die Gemeinde gab’s Geld, 225 Liter Gutedel für die Soldaten

Es gab auch gemeinsame Veranstaltungen, beispielsweise Bootsfahrten auf dem Rhein. "Wir erhielten auf vielfältige Weise Unterstützung", berichtete Gamb weiter. So helfen die Angehörigen der Kompanie seit vielen Jahren beim Abbau des großen Festzeltes am Winzerfest. In den ersten Jahren betrieb die Kompanie einen eigenen Verkaufsstand mit französischen Weinen beim Winzerfest.

Man wolle mit der kleinen Jubiläumsfeier die erfolgreiche Patenschaft erneuern und weiter mit Leben erfüllen, betonten der Chef der Kompanie, der französische Capitaine Benoit Michel, und sein Stellvertreter Hauptmann Fabian Bieg. Für die Soldaten sei eine Patenschaft etwas ganz Besonderes, beschrieb Oberstleutnant Thomas Berns. Seine Soldaten fühlten sich im Markgräflerland sehr wohl und freuten sich darüber, hier willkommen zu sein.

Als Präsent für die Gemeinde hatten die Soldaten in den Reihen der Kompanie Geld für eine große Schaukelanlage für den Kindergarten Vogelnest gesammelt. Das Gegengeschenk überreichten Bürgermeister Deutschmann und Winzerkeller-Chef Thomas Basler vor der Tür der Sonnberghalle. Dort wartete ein mit 225 Liter Gutedel der Lage Auggener Schäf gefülltes Holzfass auf die Soldaten.