Neujahrsempfang

Gemeinde Stegen würdigt Engagement ihrer Bürger

Erich Krieger

Von Erich Krieger

Mi, 08. Januar 2020 um 19:26 Uhr

Stegen

Beim Stegener Neujahrsempfang ging es nicht nur um Rück- und Ausblicke, sondern um den Einsatz der Bürger. Geehrt wurden unter anderem zwei hochbetagte Wohltäterinnen.

Zahlreiche geladene Gäste hatten sich im Bürgersaal des Stegener Rathauses zum traditionellen Neujahrsempfang der Gemeinde eingefunden. Neben Ehrenbürgern, ehemaligen und aktuellen Amtsträgern der Gemeinde und der Kirchen repräsentierten Abordnungen von Polizei, Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz und Schulen, aus Forst- und Landwirtschaft sowie aus Vereinen und bürgerschaftlichen Arbeitskreisen ein breites Spektrum der Gemeindestruktur.

Den offiziellen Teil eröffneten zwei Nachwuchstrompeter aus der Jugendmusikschule Dreisamtal, Maximilian Hall und Elias Schönstein, mit einer beeindruckend optimistischen Fanfare von Hale A. Vandercook, der sie gleich einen rhythmischen Samba folgen ließen.

Bürgermeisterin Fränzi Kleeb dankte nach ihrer Begrüßung allen Anwesenden für ihren Einsatz für das Gemeinwesen und bezog dabei ausdrücklich auch das "hervorragende Mitarbeiterteam" des Rathauses sowie die ebenfalls anwesenden Vertreter der mit der Gemeinde zusammenarbeitenden Planungsbüros und Dienstleister mit ein. Kleeb untermauerte ihre Hoffnung auf weitere gute Zusammenarbeit mit dem Zitat von Albert Einstein: "Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben."

Die Einwohnerzahl blieb stabil bei 4448

Dessen ungeachtet stellte sie nach einer "Pop-Prelude" von Daniel Hellbach, souverän am Klavier vorgetragen von Maxim Walz aus der Jugendmusikschule, zunächst einen Jahresrückblick anhand einer kurzweiligen Foto-Präsentation vor. Bevölkerungsstatistisch blieb die Einwohnerzahl mit 4448 im Vergleich zum Jahr 2017 deckungsgleich, und auch die Geburten blieben mit 36 gegenüber 2018 konstant. Allerdings war ein Anstieg der Sterbefälle von 43 gegenüber 36 des Vorjahrs zu beklagen.

Mit der Gründung des Arbeitskreises Klimaschutz betrat die Gemeinde Stegen Neuland. Viele Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich, ein Klimaschutzkonzept wurde erarbeitet, seitdem sei "Klimaschutz bei uns ein Dauerbrenner", sagte Kleeb. Ebenfalls erfolgreich war der Bürgerworkshop zur Erarbeitung von Ideen für das geplante Baugebiet Nadelhof mit mehr als 100 Teilnehmern. Weitere wichtige Stationen sah die Bürgermeisterin im Spatenstich für den Anbau des Kindergartens St. Michael sowie in der Anschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeugs.

Neue Gesichter im Gemeinde- und in den Ortschaftsräten

Einschneidende Veränderungen brachten die Gemeinderats- und Ortschaftsratswahlen, die etliche neue Gesichter in die Gremien spülten. Als Meilenstein-Entscheidung konnte das neue Gremium gleich die Entscheidung über den Verkauf des Grundstücks für das geplante Begegnungshaus an den Investor BM & Co. KG treffen. Große Freude bereitete der Bürgermeisterin die erfolgreichen Aktivitäten des Kinder- und Jugendbüros mit der Taschengeldbörse, der Jugendkonferenz und der Veranstaltung "Politik und Pizza" mit ihren Impulsen zu kommunalpolitischer Beteiligung von Jugendlichen.

Klimaschutz, Ortskernsanierung und Breitbandausbau stehen auf der Agenda

Im Ausblick nannte Kleeb als wesentliche Aufgaben die weitere Planung für den Nadelhof, das geplante Klimaschutz-Quartierskonzept, den vierten Bauabschnitt der Ortskernsanierung, den Geh- und Radweg Eschbach sowie den weiteren Breitbandausbau zur Beseitigung der sogenannten weißen Flecken in der Fläche. Sie hoffe, dass die letzten Verträge fürs Begegnungshaus geschlossen und das noch anhängige Gerichtsverfahren entschieden und vielleicht noch der ersehnte Spatenstich erfolgen könne. Bürgermeisterstellvertreter Stefan Willmann dankte im Namen des Gemeinderats und der Bevölkerung Fränzi Kleeb für ihre unermüdliche und erfolgreiche Arbeit.

Nach Anschnitt der Neujahrsbrezeln durch die Bürgermeisterin und die beiden Geehrten Ottilie Dold und Erika Kult (siehe Info) löste sich der offizielle Teil in viele kleine Gesprächsgruppen auf.
Ehrungen

  • Die Jugendmusiker Maxim Walz und Elias Schönstein wurden für ihre ersten Preise beim Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" in der Wertung Trompete und Klavier geehrt, Schönstein auch für den ersten Preis beim Landeswettbewerb.
  • Mit den beiden hochbetagten Bürgerinnen Ottilie Dold und Erika Kult hob Fränzi Kleeb zwei wohltätige Menschen hervor, "die nicht im großen Rampenlicht stehen". Ottilie Dold kümmere sich selbstlos um Menschen, die sonst niemand hätten, Erika Kult sei seit 40 Jahren die gute Seele des Seniorenkreises und backe noch mit 97 Jahren Kuchen für die Zusammenkünfte.