Gersbach soll lebenswert bleiben

Gerd Sutter

Von Gerd Sutter

Do, 23. Mai 2019

Schopfheim

Vorstellung der Gersbacher Kommunalwahl-Kandidaten.

SCHOPFHEIM-GERSBACH. Etwa 80 interessierte Bürger folgten der Einladung zur Vorstellung von Gersbacher Kandidaten für die Kreis-, Gemeinderats- und Ortschaftsratswahl. Jeder Kandidat hatte fünf Minuten Zeit, sich vorzustellen und seine Ziele für die nächsten fünf Jahre in den jeweiligen Gremien zu formulieren.

So wollen die Kreis- und Gemeinderatskandidaten den ländlichen Raum vertreten und besondern den ÖPNV stärken. Gersbach soll kein Schlafort sein. Auch das schnelle Internet soll weiter voran getrieben werden. Die Kandidaten des Ortschaftsrates wünschen sich, dass Gersbach ein lebenswertes Dorf bleibt. Weiter soll der ÖPNV attraktiver und der Tourismus gefördert werden, was sich auch bei den Einkehrmöglichkeiten bemerkbar machen soll.

Weiter wurde gewünscht, dass der Charakter von Gersbach erhalten bleibt und die Förderung des Vereinsleben verbessert wird. Die Sicherung des Dorfladens und der Landwirtschaft sowie die weitere Sanierung der Dorfstraßen sind ebenfalls Themen, die genannt wurden. Weitere Anliegen sind die Offenhaltung der Landschaft, eine Be- und Entsorgungsstation für Campingfahrzeuge, die Flurneuordnung und die Befriedung bei der Windkraft. Die künftigen Ortschaftsräte wollen auch Verbindungsglied zur Stadt sein. Angemerkt wurde auch, dass ärztliche Versorgung, Landwirtschaft und Tourismus Hand in Hand gehen müssten.

Nach der Vorstellungsrunde kamen die Bürger zu Wort: Viele wünschten sich mehr Transparenz bei Verwaltungsfragen und bei der Beteiligung an Projekten. Es sollen Konzepte entwickelt werden, um Gersbach attraktiver zu machen. Streiten könne man in der Sache und über Projekte, doch mit einem gemeinsamen Nenner könne einiges erreicht werden. Persönliche Empfindlichkeiten müssten hinten angestellt werden, war der Tenor. Die Erhaltung der Landschaft sei nur mit Hilfe der Landwirte möglich. Deshalb sollten die Pachtverträge für städtische Flächen für die Landwirte verträglich gestaltet sein. Ruftaxi, Mitfahr-App oder Mitfahr-Bank war für die jüngere Generation ein Anliegen, was auch Älteren zugute käme. Jugendarbeit nicht nur in Vereinen war ein weiteres Thema. Außerdem ging es um Schäden durch Dachse und Wildschweine und auch der Wolf, von dem erwartet wird, dass er hier wieder heimisch wird, war Diskussionspunkt.