Fest

Gesangverein Wiechs: Open-Air-Nikolaussingen statt Jahreskonzert

Hans-Jürgen Hege

Von Hans-Jürgen Hege

So, 08. Dezember 2019 um 13:27 Uhr

Schopfheim

Mangels Halle in Wiechs kann der Gesangverein kein Jahreskonzert abhalten. Dafür gab es auf dem Festgelände oberhalb des Schützenhauses ein Open-Air-Nikolaus-singen – und das kam an.

Eine Nikolausfeier ersetzte das mangels Halle ausgefallene Jahreskonzert des Gesangvereins Wiechs. Hoch über den Dächern des Dorfes ließen es die Sängerinnen und Sänger und ganz speziell eine quicklebendige Rasselbande herziger Kinder im Schein sprühender Holzfeuer krachen.

Zu Glühwein, Würsten, Kaffee und Kuchen gab’s heitere und besinnliche Lieder passend zur Adventszeit und natürlich auch passend zum Tag des Nikolauses, der es sich nicht hatte nehmen lassen, zusammen mit seinem Knecht Ruprecht in Hauris "Sonnen"-Kutsche aufs Festgelände über dem Schützenhaus zu fahren und nette Gedichte aus Kindermund gegen Süßigkeiten aus seinem Krabbelsack einzutauschen. Dazu servierten Christine Spickermanns Schützlinge eine mal ganz andere Weihnachtsgeschichte über einen "Schweinachtsmann", und Rosemarie Jäkel und Almut Nasilowski animierten Schulchormitglieder zu einem prächtigen Medley bekannter Lieder.

"Kein Verein gibt in diesem Jahr ein Konzert in der neuen Halle. Da dachten wir: Machen wir’s mal so." Markus Hauri
Esther Östreicher, Lucia Nasilowski und Franziska Wendland stimmten mit ihren Saxophonen auf Weihnachten ein, und Andreas Hauri ließ seine Mannen und danach den gemischten Chor fröhliche Weisen singen. Und der Kutscher, der den Nikolaus zuvor zu den Kindern gefahren hatte, stand für die kleinen Gäste des großen Gesangvereins, bei dem der zweite Vorsitzende den Vereinschef Rudolf Wintgens vertrat und mit viel Humor durchs illustre Programm führte, für Rundfahrten durch die Dunkelheit zur Verfügung.

Unglaublich viele Leute hatten der Kälte getrotzt, um bei diesem außergewöhnlichen Nikolaussingen in Gottes freier Natur dabei zu sein.

Sehr zur Freude natürlich des Gesangvereins, wie Vereinsmitglied Markus Hauri betonte, als er über die Gründe sinnierte, die seinen Verein dazu gebracht hatten, einen Ersatz fürs Jahreskonzert zu installieren. "Kein Verein gibt in diesem Jahr ein Konzert in der neuen Halle. Da dachten wir: Machen wir’s mal so." Und das hat hingehauen, wie Hauri beim Blick um sich herum feststellen konnte: "Dass so viele Leute kommen, hätten wir uns nicht träumen lassen."