Tragbare Familienerbstücke

Sophia Hesser

Von Sophia Hesser

Sa, 16. April 2016

Glottertal

Glottertäler Mädchen gehen am Sonntag in Tracht zur Erstkommunion – und sind stolz darauf.

GLOTTERTAL. Wenn am Sonntagmorgen die Glocken der St. Blasiuskirche in Glottertal erklingen, feiern zwanzig Kinder ihre Erstkommunion. Stolz sind sie nicht nur auf ihren Festtag, sondern auch auf ihre Kleidung. Die Jungen tragen meist Anzug, die Mädchen gehen in Tracht, nämlich mit einem blauen Rock, einer weißen Schürze und einem sogenannten Rollenkranz auf dem Kopf. Auch an anderen Feiertagen ist die Glottertäler Tracht der Frauen häufig zu sehen – dafür sorgen Schneiderinnen, die die Tradition am Leben erhalten.

Die Tracht
Anders als in vielen Dörfern wird die Glottertäler Tracht von den Frauen nicht nur in Vereinen getragen; an Sonn- und Feiertagen gehört sie zur üblichen Garderobe einiger traditionsbewusster Frauen. Obwohl die Grundelemente – Rock, Mieder, Jacke, Hut – immer gleich sind, ist doch keine Tracht wie die andere. Besonders die kleinen in Reih und Glied aufgesetzten Perlmuttknöpfe und die Stickereien auf dem Mieder der Glottertäler Tracht fallen auf. Der Fantasie der Näherinnen und Besitzerinnen sind keine Grenzen gesetzt – die Stickereien stellen Blumen dar, oder Weinreben, sind in Gold gehalten oder farbig. Auch die Anordnung der kleinen Knöpfe kann schlicht sein oder ein Zickzackmuster darstellen. Das ärmellose Mieder ist meist aus Samt – egal ob in Grün, Blau, Rot oder Schwarz. Den kleinen Stehkragen zieren Stickereien und Spitze. Die Puffärmel einer weißen Bluse ragen unter dem meist hochgeschlossenen Mieder hervor. Sie sind mit einem Faltenmuster, dem sogenannten Waffelsmok, und Spitze ...

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