HANDBALL KOMPAKT

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Von Peter Schaub, Lars Blümle, Stephanie Maier-Straubmüller, Uwe Schwerer & Philip Kugler

Mo, 12. Oktober 2020

Südbadenliga

SÜDBADENLIGA

Dünner Kader als Manko

TVS Baden-Baden II – HGW Hofweier 25:25 (13:12) (pau). Die Hofweierer mussten sich am Samstagabend mit einem Unentschieden zufrieden geben, das beiden Teams gerecht wurde. HGW-Coach Michael Bohn sagte: "Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten alles gegeben. Um das Spiel zu drehen, haben uns die Alternativen gefehlt." Der schmale Kader beim HGW erweist sich als Achillesferse. Da Tim Stocker und Eike Neff ausfielen, fehlte der etatmäßige Regisseur und die Geschlossenheit in der Abwehr. Nie gelang es einer Mannschaft, sich einen entscheidenden Vorteil zu erspielen. Die Führungen wechselten mehrfach. Der HGW übernahm zwischen der 44. und 54. Minute die Führung. Hochspannung dann in der Schlussminute. Sandweier gelang das 25:24 nur 62 Sekunden vor dem Ende. In den Schlusssekunden fiel das 25:25.

Tore HGW Hofweier: Häß 1, Blasius 1, Schade 2, Isenmann 1, Bächle 2, Knezovic 10/4, Lauppe 2, Volk 6. Spiel-Film: 4:4, 8:8, 10:10, 13:12 – 19:19, 24:24.

Vorne viel zu zaghaft

TV Ehingen – TuS Altenheim 29:27 (14:12) (phk). Eine schwache Leistung bot der TuS bei der Niederlage gegen den Aufsteiger. Zu viele Unkonzentriertheiten in Abwehr und Angriff brachten die Bayer-Sieben in die Bredouille. Vor allem im Angriff ging der TuS viel zu zaghaft zu Werke. Die Begegnung verlief von Anfang an mit leichten Vorteilen für die Heimmannschaft. Bis zum Pausenstand von 14:12 war jedoch alles offen. Doch auch in Abschnitt zwei fand Altenheim nicht zu seinem Spiel. Die ersten zwei Tore gingen auf das Konto der Gastgeber. Altenheim stand zwar nun zunehmend besser in der Abwehr, doch es wollte den Neuriedern nicht gelingen, die Partie zu drehen. Durch Zeitstrafen schwächte sich der TuS in Durchgang zwei. 30 Sekunden vor dem Ende fiel die Entscheidung zu Gunsten der Ehinger. Für den ambitionierten TuS war es eine vermeidbare, aber verdiente Niederlage.

Tore TuS Altenheim: Meinlschmidt 10, Glunk 7, Michel 5, Sutter 2, Biegert 1, Gieringer 1, Kugler 1. Spiel-Film: 6:6 (12.), 13:8 (23.), 14:12 – 19:19 (44.), 23:23 (51.), 29:27.

Ein Quäntchen Glück

TuS Ottenheim – SG Kappelwindeck/Steinbach 32:32 (15:16) (lab). Die Ottenheimer gaben den Sieg etwas unglücklich in der Schlusssekunde aus der Hand. Kurz zuvor hatten sie ihren letzten Angriff noch clever genutzt, den fälligen Strafwurf verwandelte Lukas Bing zum 32:31, doch die Gäste nutzten die letzten neun Sekunden, um per Siebenmeter auszugleichen. "Uns hat das letzte Quäntchen Glück gefehlt", sagte Ottenheims Coach Ulf Seefeldt. "Wir sind als Trainerteam aber absolut zufrieden mit der Leistung der Mannschaft." Die Partie bot ansehnlichen Handball, bei dem beide Abwehrreihen ihre Mühe hatten. Den Gästen gelang es durch ihr schnelles Laufspiel immer wieder, Lücken in die TuS-Defensive zu reisen oder den Kreisspieler in Szene zu setzen,. Bei den Ottenheimern war es der Rückraum um Johannes Weide, Yannick Métier und Lukas Bing, der die wichtigen Treffer setzte. Lange behauptete sich die SG knapp, dann brachten drei Paraden von Ottenheims neuem Tormann Ionut-Alin Coifu den TuS beim 20:19 (39.) erstmals wieder in Front. Je zwei Zeitstrafen auf beiden Seiten machten die letzten zehn Minuten weiter spannend.

Tore TuS Ottenheim: Bing 8/2, Kaufmann 1, Mattes 3, Weide 6, Funk 1, Métier 7, Schneckenburger 1, Berchtenbreiter 6. Spiel-Film: 2:5, 5:8, 8:9, 12:14, 14:14, 14:16, 15:16 – 17:19, 20:19, 22:20, 26:24, 26:26, 30:30, 32:31, 32:32.


LANDESLIGA NORD

Zu viel Respekt

HSG HanauerlandTuS Altenheim II 40:21 (17:12) (cz). Die Spieler des TuS agierten vor allem in der Abwehr mit zu viel Respekt vor dem Gegner. Die Kompaktheit und Bereitschaft aus der Vorwoche war zu keiner Zeit gegeben. So hatte die HSG leichtes Spiel und kam zu einfachen Toren. Im Altenheimer Angriff wurde häufig fehleranfällig agiert und zahlreiche technische Fehler produziert, die konsequent bestraft wurden. Der TuS erwischte einen völligen Fehlstart in die zweite Halbzeit und so schaffte die HSG mit dem 20:12 (32.) die frühe Vorentscheidung.

Tore TuS Altenheim II: Wölk 5, Wilhelm 3, Mild 2, Kircher 2/1, Bachmann 2, Heitz 6, Gottuck 1. Spiel-Film: 5:2, 11:8 (22.), 14:8 (26.), 17:12 – 20:12 (32.), 28:16 (45.), 40:21.

Unter die Räder

HSG Ortenau Süd – HGW Hofweier II 24:39 (10:20) (sms). Die HSG kam im ersten Heimspiel der Saison vor knapp 40 Zuschauern in der Seelbacher Sporthalle unter die Räder. Der enttäuschte HSG-Trainer Aurelijus Steponavicius sprach von kollektivem Versagen. Früh bestimmten die Gäste das Geschehen und bauten ihren Vorsprung schon zur Pause auf fast uneinholbare zehn Tore aus. Nach Wiederanpfiff versuchte die HSG, engagierter aufzutreten. Drei Tore in Folge ließen die Hoffnungen aufkeimen. Doch diese wurde schnell wieder zunichtegemacht, denn die Steponavicius-Sieben verfiel in das alte Muster der ersten Spielhälfte und musste mit ansehen, wie die HGW-Reserve den alten Vorsprung nicht nur wieder herstellte, sondern diesen sogar stetig ausbaute. Die HSG verschenkte viele Bälle, sodass die HGWler zu schnellen Kontertoren kamen. Zu keiner Zeit fanden die Akteure der HSG ins Spiel. Es fehlte an Gegenwehr und Ideen. Einem Treffer der HSG standen meist drei bis vier Gegentore zu Buche.

Tore HSG: Betzler 1, Fimm 2, Bolz 5/1, Leufke 3, Peter 4, Schilli 1, Wilhelm 5/1, Heim 1, Wagner 2. HGW II: Remmel 1, Monschein 4, Mättler 2, Volk 9, Lehmann 1, Blasius 9, See 10/1, Mattes 2/1, Bürkle 1. Spiel-Film: 1:5, 3:9 (12.), 6:14 (19.), 10:20 – 13:20, 15:27 (43.), 18:32 (51.), 20:38 (57.), 24:39.

Herz und Wille

TuS Ringsheim – TuS Schutterwald II 22:20 (12:14) (uws). "Ein heißes Spiel, das wir aufgrund der zweiten Halbzeit hochverdient gewonnen haben", stellte der Ringsheimer Trainer Kim Kursch fest. Seine Mannschaft kam schwer ins Spiel, ließ sich von der Körperlichkeit der Schutterwälder 6:0-Abwehr den Schneid abkaufen. Die Ringsheimer schafften es nicht, in die Breite zu kommen, schlossen zu viele Angriffe zentral ab und lagen folgerichtig zunächst hinten. Zum Beispiel mit 6:9 (16.). Nach 21 Minuten stellte Kursch auf eine 5:1-Abwehr um, die auf Morris Strosack gerichtet war. Danach änderte sich die Partie. Die Gäste hatten fortan große Probleme, Druck auf die Ringsheimer Abwehr zu entwickeln. Dann folgte eine entscheidende Spielphase von fast 17 Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit, in der die Gastgeber kein Gegentor bekamen. So wurde aus dem 12:14 ein 17:14. Das lag auch daran, dass Daniel Walter jene Bälle hielt, die zu halten waren. "Zudem haben wir phasenweise phantastisch gedeckt, aber am Ende nicht genug Kapital daraus geschlagen", so Kursch. Trotz der nicht optimaler Chancenverwertung haben die Ringsheimer in den entscheidenden Situationen mit viel Herz und Wille die Tore erzielt. "Das waren zwei wichtige Punkte auf dem Weg zu Platz vier in unserer Gruppe."

Tore TuS Ringsheim: Kölblin 6, Volz 1, Jägle 1, Schlötzer 3, Lindemann 3, Heim 4/2, Mix 1, God 3. Spiel-Film: 2:5, 6:9 (16.), 12:14 – 17:14 (46.), 19:18 (53.), 22:20.