HANDBALL

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Von BZ-Redaktion, Wolfgang Künstle, Uwe Schwerer, Peter Schaub, Lars Blümle & Stephanie Maier-Straubmüller

Mo, 02. März 2020

Südbadenliga

SÜDBADENLIGA

Ein Sieg des Willens

HC Hedos Elgersweier – HTV Meißenheim 27:22 (14:8) (daf/wk). Während der HC Hedos einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machte, reiten sich die Meißenheimer immer tiefer in die Grütze. "Die Elgersweierer haben es mehr gewollt als wir", sagte Trainer Michael Cziollek – ein Umstand, der ihm mächtig die Laune verhagelte. "Bereitschaft und Einstellung waren nicht so, wie es angesichts der Platzierung angebracht wäre. Das hat sich schon die Woche über im Training abgezeichnet. Anscheinend hat noch nicht jeder den Ernst der Lage begriffen." Während die eigene Abwehr zu träge agierte und meist jeder auf sich alleine gestellt war, stand gegenüber ein 6:0-Bollwerk, das nur schwer zu überwinden war. "Aber wir haben es ihnen auch einfach gemacht, so wie wir gespielt haben. Wir sind nie da hingegangen, wo es wehtut", sagte Cziollek. Beim HCH zeigte sich hingegen, was eine konsequente und disziplinierte Einstellung bewirken kann. Vor allem Torhüter Maximilian Waidele zeichnete sich immer wieder durch seine Paraden aus. Durch den Sieg dürfte das HCH-Selbstvertrauen gewaltig angestiegen sein.

HC Hedos: Waidele, Fehrenbacher; Hackl 2, S. Räpple 3, Metelec 7/3, Oehler 2, Oßwald, Junker 2, Keßler, Vetter 5, Sy 4, Stehle 1, Kreutler 1. HTV: Velz, Blum; Dustin Ammel 2, Engel 5/2, Dennis Ammel 1, Funke 3, Fortin 3, Schröder, Gambert, Bertsch 1, Ehret 3, Lederle, Jochheim, Hügli 4. Spiel-Film: 3:0, 5:2 (10.), 6:4, 8:4, 10:5 (20.), 13:7, 14:8 – 15:11, 19:11 (40.), 21:13, 21:17 (49.), 23:17, 25:18, 25:20, 27:22.

Im Angriff schwach

SG Kappelwindeck/Steinbach – TuS Altenheim 23:21 (11:11) (uws). Die Altenheimer nahmen im späten Sonntagsspiel bei einem starken Gegner eine durchaus nicht unverdiente Niederlage hin. Meist liefen sie einem Rückstand hinterher, was daran lag, dass sie im Angriff viel zu viele technische Fehler und Fehlwürfe produzierten. Die Abwehr hingegen stand recht stabil. Gegen Ende der Partie schafften es die Altenheimer nicht mehr, trotz knapper Spielstände, noch für den Ausgleich zu sorgen. Denn ihnen schwanden die Kräfte. "Dies bildet durchaus auch die Trainingssituation in den letzten Wochen ab. Das war die Quittung dafür", sagte TuS-Spieler Philipp Kugler.

TuS Altenheim: Zölle, Grangé; Sutter 7, Teufel, Pfliehinger 2, Rudolf, Daul 1, Höfer, Kugler 1, Biegert 1, Gieringer 2, Heitz 2, Meinlschmidt 5. Spiel-Film: 5:2 (10.), 7:4 (16.), 7:7, 11:11 – 16:13 (40.), 20:20 (53.), 22:20 (56.), 22:21 (56.), 23:21.


Hofweiers Hühnerhaufen

TuS Helmlingen – HGW Hofweier 27:23 (16:9) (pau). Die Bezeichnung katastrophal schmeichelt dem Auftreten der Hofweierer zwischen der 18. und 53. Minute. Unbehindert durften sich die Angreifer des TuS zwischen den HGW-Abwehrspielern bewegen. Tomacz Pomiankiewicz durfte schalten und walten wie er wollte. Elf Treffer standen für ihn zu Buche. Dabei konnte sich das Spiel des HGW in der Anfangsphase durchaus sehen lassen. Doch wie schon in den anderen Auswärtspartien der Rückrunde leiteten drei vergebene Möglichkeiten das Debakel ein. In nicht mal drei Minuten fiel die Vorentscheidung. Von 8:7 legte Helmlingen auf 13:7 vor. Der HGW agierte wie ein Hühnerhaufen. Beim 23:15 erinnerten sich die Akteure von Michael Bohn daran, dass man auch Handball spielen kann. Beim 25:23 schien wieder alles möglich. Doch am Ende gewann Helmlingen verdient.

HGW Hofweier: Nikolic, Knuth; Neff, Wildt 1, Spraul, Blasius 2, Schade 2, Isenmann 2, Schlampp 2, Knezovic 6, Volk, Dittrich 6/1, Jankowski. Spiel-Film: 4:4 (9.), 8:7 (18.), 13:7 (22.), 16:9 – 20:14 (43.), 23:15 (49.), 23:19 (53.), 25:23 (58.), 27:23.

LANDESLIGA NORD

Kein Einbruch nach Pause

HSG Ortenau Süd – TuS Schutterwald II 30:25 (17:11) (sms). Nie gefährdet war der Heimerfolg der HSG über die TuS-Reserve. Zwar mussten die Schützlinge von Aurelijus Steponavicius zu Beginn einen Rückstand verkraften, seinem Team gelang es jedoch sofort die Partie zu drehen. Ein nicht zu verachtender Faktor war die gute Defensivleistung der HSG, zudem wuchs Aron Meister im HSG-Tor über sich hinaus. Wer glaubte, mit dem Seitenwechsel würde die HSG einbrechen, wurde getäuscht. Vielmehr gelang es dem Steponavicius-Team den Vorsprung auf 25:15 auszubauen. Die TuS-Reserve mobilisierte zwar nochmal alle Kräfte, zudem sorgten viele Wechsel auf Seiten der HSG für einen nicht mehr so flüssigen Spielstil. Bis auf eine kurze Schwächephase vor dem Ende sorgte dies aber nicht mehr für Aufregung.

HSG: Ortenau Süd Betzler 1, Fimm, Bolz 4, Leufke 2, Göpper 4, Kleinert, Glatz 1, Schilli 6, Meister, Wilhelm 10/3, N. Herzog 2, Heim, D. Herzog. TuS: Moser, Schulz 5/4, Heuberger 5, Hug 5, Herzog 2/1, Binder, Zind 2, Fautz 1, Seigel 2, Behmann 1, Schnebelt, Wiedenmann, Gieringer, Strosack 2. Spiel-Film: 1:3 (4.), 5:5 (9.), 11:7 (20.), 17:11 – 19:12 (36.), 25:15 (25.), 28:20 (54.), 30:25.

Grobe Fehlpässe

ASV Ottenhöfen – TuS Ottenheim 28:26 (11:13) (lab). Ottenheims Trainer Ulf Seefeldt sah eine solide erste Halbzeit seiner Mannschaft. Im zweiten Durchgang leistete sie sich jedoch eine Phase mit Fehlwürfen und teilweise groben Fehlpässen. Hier drehte Ottenhöfen die Partie. "Das waren zehn Minuten, die uns das Spiel gekostet haben", ärgerte sich Seefeldt. Beim 11:14 kassierte der TuS sechs Tore in Folge zum 17:14. Es kam alles zusammen. Einer Überzahl ohne Treffer, aber mit Gegentor, folgten zwei Zeitstrafen, eine davon Yannick Metiers dritte, der die Rote Karte sah. Dazu konnte Gabriel Kaufmann verletzungsbedingt nicht mehr eingesetzt werden. Der TuS fing sich aber und kam bis auf 25:24 heran. Doch den Ausgleich ließ Ottenhöfen nicht mehr zu und setzte mit dem letzten Angriff den Schlusspunkt der Partie.

TuS Ottenheim: Wußler, Bertsch; Emrich, Betzler 1, Kaufmann 1, Mattes 4, Weide 4/3, Wilhelm 2, Funk 4, Heim 1, Métier 2, Schneckenburger 4, Berchtenbreiter 3. Spiel-Film: 5:5 (12.), 8:11 (19.), 11:13 – 11:14 (31.), 17:14 (39.), 21:16 (46.), 26:25 (59.), 28:26.


LANDESLIGA SÜD

Torhüter überzeugt

TuS Ringsheim – HSG Dreiland 26:25 (15:11) (ben). Beschweren durfte sich der TuS über seinen Beginn gegen die HSG nicht. Mit drei bis vier Toren hielten sie den Konkurrenten in der Anfangsviertelstunde auf Distanz, ehe es den Gästen gelang zum 9:9 auszugleichen. Aus dem Konzept ließen sich die Ringsheimer dadurch allerdings nicht bringen. Sie gingen erneut in Führung und bauten diese bis zur Pause auf 15:11 aus. Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel verpennte der TuS jedoch, die HSG glich zum 15:15 aus. Torhüter Daniel Walter zeigte aber sein ganzes Können, zudem steigerte sich der TuS im Offensivspiel, führte nun kontinuierlich mit ein bis zwei Toren. Gegen Ende zahlte sich die mannschaftliche Geschlossenheit aus und so rettete der TuS den Vorsprung über die Zeit.

TuS: Walter, Blust, Reymann 2, Kölblin 5, Reiner 2, Jägle 1, Schlötzer 6/2, Mutschler 2, Lindemann 7, Ohnemus, Weber, Kaufmann 1. Spiel-Film: 4.1 (5.), 7:3 (8.), 9:8 (15.), 9:9 (17.), 14:10 (27.), 15:11 – 15:15 (33.), 20:16 (38.), 23:22 (52.), 26:25.