5G-Strahlung

"Hier wird uns etwas aufgenötigt, dem wir nicht ausweichen können"

Helgard Schmitz

Von Helgard Schmitz (Freiburg)

Mo, 14. September 2020

Leserbriefe Freiburg

Leserbrief zu: "5 G in Freiburg schon auf Sendung", BZ vom 5. September.

"...die Stadtverwaltung reagiert überrascht und irritiert" auf die Tatsache, dass 5 G bereits auf Sendung ist. Etliche Menschen wissen es schon länger, denn sie wachen seit einiger Zeit nach schlechtem Schlaf mit Herzrasen und hohem Blutdruck auf und suchen nach Erklärungen dafür. In diesen Zeiten, in denen die Gesundheit geradezu zum Diktat geworden ist, wird uns viel abverlangt, um uns selbst und unsere Mitmenschen zu schützen. Doch gleichzeitig wird hintenherum genau die Zeit gewählt, in der die Bürger sich nicht versammeln durften, um eine Technologie flächendeckend zu implementieren, von deren Auswirkungen auf unseren Organismus die Verantwortlichen partout keine Kenntnis nehmen wollen. In Sachen Pandemie werden wir unentrinnbar mit einem Überangebot an Informationen überschüttet, aber bei der nicht minder weltumspannenden 5 G-Technologie wird der Bürger unwissend gehalten (man braucht dafür übrigens keine neuen Antennen! Die Sender sind klein, werden in Straßenlaternen versteckt. Und zwar ganz viele davon, alle 50 bis 100 Meter!) Entgegen den Behauptungen von Betreibern, Politikern und potentiellen Anwendern gibt es keine unabhängige Studie, die die zugeschriebene Harmlosigkeit bestätigt. Nicht einmal der Bitte des Aktionsbündnisses, doch wenigstens ehrliche Studien zu beauftragen, wurde entsprochen. "Altstadt, Wiehre, Herdern... sind bereits versorgt", heißt es in dem Artikel. Versorgt mit etwas, was längst nicht alle haben wollen. Unter "versorgen" verstehe ich etwas ganz anderes. Hier wird uns etwas aufgenötigt, dem wir nicht ausweichen können – nirgendwohin. "Die Industrie braucht es dringend, um nicht den Anschluss zu verlieren." Industrie? In Altstadt, Wiehre, Herdern? Vor dem Virus schützt mich angeblich eine Maske, aber vor der 5 G-Strahlung, auf die zudem noch 3 G-Frequenzen aufmoduliert werden, schützt mich nichts, auch nicht mein Zuhause. Die derzeit vielfach angeführte Verantwortung des Staates für seine Bürger wird meines Erachtens mit dieser umfassenden Fahrlässigkeit ad absurdum geführt.Helgard Schmitz, Freiburg