50 Jahre Hieber

Hinter den Kulissen

Fr, 23. September 2016 um 11:45 Uhr

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Anzeige Ein Blick hinter die Kulissen bei der Werksiedlung St. Christoph in Kandern, die HIEBER täglich mit frischem Demeterbrot beliefert.

In der Backstube finden ein Bäckermeister, Produktionshelfer, Gesellen, Praktikanten und Lehrlinge im Bäckereihandwerk ihre tägliche Aufgabe. Peter zum Beispiel gehört schon fast zum Inventar, er ist schon seit 1993 dabei. St. Christoph ist eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderung zusammenleben und gemeinsam in unterschiedlichen Werkstätten tätig sind.

Produziert werden Demeter-Brote, Kuchen, Kekse und vieles mehr. Die Zubereitung folgt der uralten Handwerkstradition. Getreide wird selber gemahlen, eigener Sauerteig wird hergestellt; künstliche Zusatzstoffe werden bewusst nicht benutzt. Zeit, gute Zutaten und Handwerkskönnen bringen den Geschmack in die Produkte. Demeter ist die höchste Stufe des Bio-Bereichs, mit einer großen Wertschätzung gegenüber dem Boden, auf dem alles wächst. "Backen wie vor 100 Jahren" meint Bäcker Peter. Ohne Stabilisatoren, die man im Teig bei maschineller Aufarbeitung benötigt und auch ohne Zusatzstoffe zur besseren Bräunung des Produktes.

Auch auf Regionalität wird großen Wert gelegt. Getreide wird vor Ort eingekauft, beim Hof Dinkelberg in Schopfheim, der Birlin Mühle in Rheinfelden, dem Klosterhof Sitzenkirch und beim eigenen Bauer aus der Werkssiedlung. Gegenseitige Hilfe ermöglicht es, dass täglich von montags bis freitags produziert werden kann. Alle sind in der Werksiedlung unterschiedlich, können aber dennoch bestens zusammenarbeiten. Man nimmt sich einander wahr und respektiert sich. Auch wenn der Bäckermeister von Kevin Kopfschmerzen bekommt, weil der so viel redet – den gehörlosen Markus stört es nicht, mit Kevin zusammen zu arbeiten.

"Opa" nennen die Mitarbeiter den Bäckermeister mit einem großen Grinsen. Dabei ist er noch 20 Jahre von der Rente entfernt. Aus einem einfachen Zopf zaubert er eine Eidechsenform zum Geburtstag seiner Mitarbeiter und freut sich über die leuchtenden Augen, wenn er es verschenkt. Dass man Leute so begeistern kann, findet er einfach schön.