HINTERGRUND: Diese Blutgruppen gibt es

Hannes Selz

Von Hannes Selz

Sa, 06. Juli 2019

Bollschweil

Universalspender können allen Patienten helfen.

Es gibt vier Blutgruppen: A, B, AB und 0. Welche Blutgruppe man hat, ist genetisch bedingt. Bestimmte Gruppen werden von den Blutspendediensten stärker gebraucht als andere. Das ist vor allem die Blutgruppe 0, da Menschen aller Gruppen diese aufnehmen können. Personen mit der Gruppe 0 werden deshalb Universalspender genannt. Personen mit der Blutgruppe AB sind Universalempfänger, sie vertragen Blut jeglicher Art. Daneben gibt es den Rhesusfaktor, der positiv oder negativ sein kann. In der Bevölkerung mit 37 Prozent am häufigsten vertreten ist die Gruppe A Rhesus positiv (A+), am wenigsten die Blutgruppe AB-, die nur eine von 100 Personen hat. Bei der Transfusion von Blut muss die Verträglichkeit von Spender- und Empfängerblut gegeben sein. Die Oberfläche der roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff zu den Organen transportieren, ist bei Menschen mit verschiedenen Blutgruppen und Rhesusfaktoren unterschiedlich. Ebenso unterscheidet sich die Beschaffenheit der Antikörper im Blutplasma, durch das die Blutkörperchen schwimmen. Besitzt ein Mensch die Blutgruppe A+, kann er Blut von Menschen mit den Blutgruppen 0-, 0+, A- und A+ erhalten, nicht aber von Menschen mit der Blutgruppe AB+ oder AB-. Sonst verklumpen die Antikörper im eigenen Plasma die zugeführten roten Blutkörperchen. Es kann zur Verstopfung von Gefäßen bis hin zu Organversagen kommen, da diese nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.