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dpa

Von dpa

Do, 02. Juli 2020

Panorama

Gut genäht schützt auch

Gut genähte Mund-Nasen-Masken zum Schutz vor dem Coronavirus halten Tröpfchen beim Niesen und Husten relativ stark zurück. Das hat eine Studie eines Teams der Florida Atlantic University ergeben. Die Forscher haben getestet, welche Maskenarten wie durchlässig sind. Sowohl Material als auch Konstruktion hätten einen merklichen Einfluss auf die Tauglichkeit der Maske, betonen die Forscher um Siddhartha Verma im Fachblatt Physics of Fluids.

Ein Problem bei Masken sei, dass sie nicht komplett dicht seien und auch nicht perfekt abschlössen. Getestet wurden ein als Mund-Nasen-Bedeckung verwendetes Halstuch, eine Maske gemacht aus einem Stofftaschentuch, eine genähte doppellagige Maske aus Baumwolle und eine handelsübliche kegelförmige Maske. Masken für den medizinischen Bereich waren nicht dabei. Die Masken wurden am Kopf einer Art Schaufensterpuppe angebracht. Mittels einer Pumpe wurde Niesen und Husten simuliert. Zusätzlich wurde Dampf in das Modell geleitet, um den Husten-Strahl sichtbar zu machen.

Das Ergebnis: Die gut sitzende, genähte Maske hielt die Nies- und Husten-Tröpfchen am besten zurück. Im Laborversuch flogen die Partikel etwa 6,6 Zentimeter weit. Etwas schlechter war die kegelförmige Maske. Am schlechtesten schnitt das Halstuch ab. Die Partikel erreichten hier eine Weite von circa 1,1 Meter. Zum Vergleich: Beim Husten ohne Mund-Nasen-Bedeckung flogen die Partikel mit rund 2,4 Metern mehr als doppelt so weit.

Wichtig zu wissen sei, dass keine Maske zu 100 Prozent schütze, sagt Verma. Daher sei es nötig, zusätzlich Abstand zu halten und Hände zu waschen. Das Robert Koch-Institut empfiehlt, eine Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten Situationen in der Öffentlichkeit zu tragen. Zudem sollten Menschen weiterhin den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten, Nies- und Hustenregeln beachten und sich im Falle einer Erkrankung in Isolation begeben.