HINTERGRUND

BZ/dpa

Von BZ-Redaktion & dpa

Mi, 20. Mai 2020

Deutschland

Deutsche Sicherheitsbehörden

Der Bundesnachrichtendienst (BND) ist der deutsche Auslandsgeheimdienst. Er versteht sich als Dienstleister der Bundesregierung: Sein Ziel ist es, die Regierung mit belastbaren Informationen und Analysen über politische, wirtschaftliche, militärische und technische Entwicklungen im Ausland zu versorgen. Die Mammutbehörde hat rund 6500 hauptamtliche Mitarbeiter. Sie beschäftigen sich mit drei Hauptbereichen – der Gewinnung von Informationen, deren Analyse und der Berichterstattung gegenüber der Regierung. Der Bundesnachrichtendienst ist seit seiner Gründung 1955 direkt dem Bundeskanzleramt unterstellt. Die neue Hauptzentrale in Berlin-Mitte beherbergt auf 260 000 Quadratmetern rund 4000 Büros. Mit mehr als einer Milliarde Euro Baukosten gilt er als teuerstes staatliches Gebäude in der Geschichte der Bundesrepublik.

Aufgabe des Verfassungsschutzes (BfV) wiederum ist es, Informationen über verfassungsfeindliche Bestrebungen zu sammeln, auszuwerten sowie ausländische Spionage zu bekämpfen. Der Dienst überwacht die rechts- und linksextremistische Szene in Deutschland und das islamistische Milieu, um Planungen für einen Anschlag möglichst früh zu entdecken.

Der Militärische Abschirmdienst (MAD), im Jahr 1956 gegründet, soll die Bundeswehr und das Verteidigungsministerium gegen "sicherheitsgefährdende oder geheimdienstliche Tätigkeiten" – also Sabotage, Zersetzung und Spionage – schützen. Auch Bewerber für den Freiwilligen Dienst werden vom MAD auf eine mögliche Zugehörigkeit zu extremistischen Gruppierungen überprüft.