Hochschwarzwald

Initiative für Artenvielfalt sagt Springkraut den Kampf an

Susanne Gilg

Von Susanne Gilg

Sa, 30. September 2017

Hinterzarten

Die Initiative für Artenvielfalt im Hochschwarzwald bekämpft die Ausbreitung des Springkrauts – und sorgt sich in Sachen Japanknöterich. Ehrenamtliche bewältigen die Arbeit in ihrer Freizeit.

HOCHSCHWARZWALD. Dass das Seebachtal, Bärental, Falkau, Neuglashütten, Altglashütten, Titisee und Hinterzarten nicht voll stehen mit dem Drüsigen Springkraut, darum kümmert sich ehrenamtlich die Initiative für Artenvielfalt im Hochschwarzwald, die unter anderem in Feldberg, Hinterzarten, Breitnau oder Titisee aktiv ist. Akribisch prüfen und kontrollieren die Ehrenamtlichen, wo Springkraut wächst und wo es nachwächst – mit dem Japanknöterich sehen sie ein großes Problem auf die Region zukommen und werfen den Behörden Untätigkeit vor.

Mit prüfendem Blick streifen Ursula Drescher, Oliver Radeck und Thomas Reif durch ein Waldstück auf der Erlenbruck oberhalb von Hinterzarten. Sie tragen Handschuhe und lange Hosen. Die Arbeit, die sie wöchentlich von Juli bis zum ersten Frost in ihrer Freizeit machen, kann stachelig und matschig sein, denn das Springkraut versteckt sich auch an unwegsamen, unübersichtlichen Stellen.

An diesem Abend machen sie einen Kontrollgang, schauen, ob in dem Waldstück, das sie seit Jahren vom Springkraut freihalten, neue Pflanzen gewachsen sind. "Man muss mindestens vier Jahre konsequent sein", erklärt Ursula Drescher, die in Hinterzarten die Initiative koordiniert. "Fängt man mit 10 000 Pflanzen an, kommen im nächsten Jahr vielleicht 1000 – man muss dranbleiben." Die Samen der Pflanzen springen teilweise bis zu zehn Meter weit. Das Springkraut gehört zu den sogenannten invasiven Neophyten, die die heimische Pflanzenwelt ...

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