Sonnentau und Wollgras sollen wieder sprießen

Joachim Frommherz

Von Joachim Frommherz

Sa, 28. September 2013

Hinterzarten

Viel Muskelkraft und 200 000 Euro: Wie das Hinterzartener Ostmoor mit rund 200 Sperren wieder zum Leben erweckt wird.

HINTERZARTEN. Festes Schuhwerk ist Pflicht. Denn im Hinterzartener Moor ist es feucht. Zumindest stellenweise. Für den Kenner dürfte es auch ruhig noch feuchter sein. Denn Teile des Moores liegen im Sterben – um es etwas dramatisch zu formulieren. Während das Westmoor am Bahnhof sehr gut wasserversorgt ist, sieht es beim Ostmoor ganz anders aus. Zahlreiche Gräben entwässern dieses. Es trocknet aus, die typische Vegetation wird vertrieben. Doch nun gibt es Hilfe.

Vom Automobilkonzern Daimler hat der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) rund 200 000 Euro für die Renaturierung des Moores bekommen. Weitere 720000 Euro fließen ins Moor in Isny (wir berichteten). Ziel ist, die Pflanzenvielfalt der seltenen Moorpflanzen zu erhalten. Außerdem werden im Moor Treibhausgase gebunden. Der Mann vor Ort in Hinterzarten ist der selbstständige Biologe und Moorkundler Pascal von Sengbusch. Er leitet die Maßnahmen und wird die nächsten zwei Jahre in Hinterzarten beschäftigt sein. Doch wie belebt man ein Moor wieder? Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Man muss dafür sorgen, dass es unter Wasser gesetzt wird. So siedelt sich wieder die im Moor typische Vegetation an. Wie gesund ein Moor ist, erkennt man deshalb nicht zuletzt daran, welche Pflanzen wachsen. Bei einem Rundgang ist dies leicht zu erkennen – wenn man von einer sachkundigen Person darauf hingewiesen wird.

Sachkundig ist Pascal von Sengbusch allemal – und aufmerksam. Auf einmal bleibt er stehen und blickt ...

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