Hohe Investitionen fürs Abwasser

Stefan Ammann

Von Stefan Ammann

Mi, 22. Januar 2020

Bad Säckingen

Städtischer Eigenbetrieb muss kräftig Schulden machen.

BAD SÄCKINGEN. Die rund 80 Kilometer Abwassernetz in Bad Säckingen und die Kläranlagen müssen stetig überprüft, saniert und auf dem neusten Stand gehalten werden. Dafür muss der städtische Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung dieses Jahr eine ganze Stange Geld in die Hand nehmen und kräftig Schulden machen. Im kommenden Jahr will das kommunale Unternehmen dann einen Sparkurs fahren.

Rund 2,6 Millionen Euro sind im laufenden Jahr für den Neubau und die Instandhaltung von Kanälen und Bauwerken im Haushaltsentwurf der städtischen Eigenbetriebe eingeplant. Nächstes Jahr sinkt die Investitionssumme dann deutlich auf nur noch 250 000 Euro. 2020 sind alleine 1,5 Millionen Euro für die Erschließung des Neubaugebiets Leimet-Hasenrütte vorgesehen.

Eine halbe Million Euro entfallen auf die Betonsanierung des Regenüberlaufbeckens in Wallbach. Die Routinekontrollen des Kanalnetzes kosten pro Jahr 150 000 Euro. Die nächste größere Investition kündigt sich schon am Horizont an: Rund 1,5 Millionen Euro sind im Jahr 2024 für eine Druckleitung in Wallbach veranschlagt.

Ähnlich sieht die Situation bei der Kläranlage aus. In die Anlage werden 2020 rund 700 000 Euro investiert – hauptsächlich für die Sanierung des Betons und der Belüftung. Im kommenden Jahr sinkt die geplante Investitionssumme auf lediglich 15 000 Euro.

Große Investitionen lassen auch die Schulden ansteigen. Mit insgesamt beachtlichen 21,4 Millionen Euro ist der Eigenbetrieb bereits verschuldet. Die geplanten Investitionen werden den Schuldenberg dieses Jahr voraussichtlich um rund 2,2 Millionen Euro anwachsen lassen. Dafür soll dann im kommenden Jahr die Gesamtverschuldung wieder um rund 710 000 Euro sinken.

Dass der Betrieb Investitionen hauptsächlich über Kredite finanziert und nicht auf die Abwassergebühren umlegt, hat einen auch Vorteil für die Bürger: Die Bad Säckinger können sich über vergleichsweise moderate Preise von 1,29 Euro je Kubikmeter Schmutzwasser – beziehungsweise 25 Cent pro Quadratmeter Fläche für Niederschlagswasser – freuen.