Tödlicher Unfall

Lkw-Fahrer stirbt auf der Baustelle des Bohrerdamms in Horben

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 06. August 2020 um 17:43 Uhr

Horben

Ein 60-jähriger Lkw-Fahrer ist auf der Baustelle des Bohrerdamms in Horben tödlich verunglückt. Laut Polizei kippte der Auflieger um, als er Erde abladen wollte, und fiel auf das Führerhaus des Lasters.

Der Unfall ereignete sich am Mittwochnachmittag. Der Auflieger des LKW kippte in unebenem Gelände um, als Erde abgeladen werden sollte, und fiel auf das Führerhaus des Lasters. Durch das Gewicht des Aufliegers wurde der Mann im Führerhaus eingeklemmt und so schwer verletzt, dass er vor Ort seinen Verletzungen erlag. Die weiteren Ermittlungen wurden von der Verkehrspolizei Freiburg übernommen.

Die Baufirma wollte sich auf BZ-Anfrage nicht zu den genaueren Umständen des Unglücks äußern. Sie teilte lediglich mit, dass der Mann für ein Subunternehmen gearbeitet habe. Auch vom Ingenieurbüro, das für die Arbeitssicherheit auf der Baustelle zuständig ist, gab es keine Auskunft. Bauherr ist das Garten- und Tiefbauamt der Stadt Freiburg.

Damm soll etwa 20 Millionen Euro kosten

Etwa 100.000 Kubikmeter Erde müssen bewegt werden, um den fast 14 Meter hohen und 280 Meter breiten Damm im Bohrertal zu bauen. Er soll die Freiburger Stadtteile Günterstal, Wiehre, Vauban, Haslach und Weingarten vor Hochwasser schützen. Das gesamte Projekt mit einem zweiten Regenrückhaltebecken zwischen der Wiehre und Günterstal soll knapp 20 Millionen Euro kosten, knapp die Hälfte davon bezahlt das Land. Dämme und Becken sollen im Herbst 2022 fertig sein. Jahrelang war das Projekt umstritten gewesen: Nach Planungen mit einem größeren Damm hagelte es Kritik, dann wollte ein Landwirt seine Flächen nicht verkaufen und einigte sich erst nach Klage und Enteignungsdrohung mit der Stadt, schließlich erklärte sich die Gemeinde Horben einverstanden, den Damm auf ihrer Gemarkung zuzulassen.