Landtagswahl

Horbens Bürgermeister Benjamin Bröcker will in den Landtag

Sebastian Wolfrum

Von Sebastian Wolfrum

Di, 14. Januar 2020 um 18:30 Uhr

Horben

Ein neuer Kandidat bringt sich bei den Grünen im Wahlkreis Breisgau in Stellung: Horbens Bürgermeister, Benjamin Bröcker, wirft den Hut in den Ring. Er tritt damit unter anderem gegen Reinhold Pix an.

Benjamin Bröcker will für die Grünen im Wahlkreis Breisgau zur Landtagswahl antreten. Das gab der 30-jährige Staatsanwalt und ehrenamtliche Bürgermeister Horbens am Dienstag bekannt. Die derzeitige Grünen-Abgeordnete aus dem Wahlkreis, Bärbl Mielich, hatte angekündigt, nicht wieder anzutreten. Der Wahlkreis hatte Schlagzeilen gemacht, als Reinhold Pix angekündigt hat, dort kandidieren zu wollen. Pix ist seit 2011 Abgeordneter im Wahlkreis Freiburg-Ost.

"Ich trete nicht gegen Herrn Pix an, sondern mache mein Angebot." Benjamin Bröcker
Bröcker hat seine Entscheidung nach eigener Aussage vor Pix’ Wechselwunsch getroffen. "Ich trete nicht gegen Herrn Pix an, sondern mache mein Angebot. Ich denke, wir unterscheiden uns als Kandidaten stark, vom Alter und der Positionierung her. Und es wird ja noch weitere Bewerber geben", so Bröcker. Der Grünen-Politiker sagt, er habe im Vorfeld viel positives Feedback aus Ortsverbänden der Grünen bekommen, das ihn bewogen habe zu kandidieren.

Engagement für Klimaschutz und Digitalisierung

Am Wahlkreis Breisgau reize ihn als Sohn einer französischen Mutter unter anderem die Nähe zu Frankreich, er wolle die länderübergreifende Partnerschaft stärken. Zudem will er, dass die Grünen ihren Markenkern klar herausarbeiten. "Auch andere Parteien haben den Klimaschutz entdeckt." Bröcker sagt, er wolle sich auch für Effizienz durch Digitalisierung bei Polizei und Justiz einsetzen.

Sollte Bröcker gewählt werden, will er Bürgermeister in Horben bleiben. Hauptamtliche Bürgermeister müssen in Baden-Württemberg ihr Amt ruhen lassen, wenn sie in den Landtag einziehen. Für ehrenamtliche Bürgermeister gilt die Unvereinbarkeit von Amt und Mandat nicht.

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