Humor darf keinesfalls fehlen

Erhard Morath

Von Erhard Morath

Mo, 14. Oktober 2019

Bonndorf

Senioren feiern Erntedank / Landfrauen Bonndorf organisieren kurzweiligen Nachmittag.

BONNDORF. Viele bestens gelaunte Senioren bescherten den Bonndorfer Landfrauen als Veranstalter beim Erntedanknachmittag im herbstlich geschmückten Bonndorfer Paulinerheim gut besetzte Tischgruppen. Vorsitzende Lydia Günter überraschte die Gäste mit Versen zur aktuellen Herbstzeit. Den Faden nahm Pfarrerin Ina Geib bereitwillig auf und lieferte mit Passagen aus dem Psalm 104:15 ein Loblied auf Gott, der sich sehr wohl menschlicher Sorgen um Vieh und Saat, Brot, Öl und Wein bewusst sei, sich selbst dem Wunsch nach Schönheit offen zeige.

In fein portionierten musikalischen Beiträgen spielten die MOST-Musikanten – ohne Gage – sehr zur Freude der Senioren und der Landfrauen Evergreens zum Hinhören, Mitsingen, Schunkeln oder Träumen. Die Anmoderation mit Pointen noch und noch steuerte "Flake" alias Martin Sedlak bei, und ohne Übertreibung verdiente sich dieser Nachmittag beim Publikum Bestnoten, auch bei denen, die sich seit Jahren zu den treuen Gästen zählten. Spontaner Beifall, das Mitsingen und Mitklatschen und durchweg strahlende Gesichter reichten sich die Hände, die Stimmung hätte nicht besser sein können. Als Auflockerung traten zwei versierte Theaterspieler aus Raitenbuch, Katharina und Hermann wie sie sich nannten, auf und brachten mit zwei köstlichen, zu dem perfekt gespielten Sketchen das Publikum zum lachen.

Vier Bonndorfer Landfrauen, Lydia Güntert, Elke Gantert, Bianca Schaller-Güntert und Siglinde Feser hatten sich als "Lustige Weiber" in Schale geworfen und gingen in ihrem Lied nicht gerade zimperlich mit ihren "unglücklich und nicht ganz freiwillig zu Tode" gekommenen Männern um. Neben einem zum Abschluss des Nachmittags fein garnierten Vesperteller durften sich die Senioren aus Nah und Fern zu dem über einen gesponsertes Schinken-Vesper als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen freuen. Bleibt zu hoffen, dass die Landfrauen auch künftig in der Lage sind, die Erntedanktradition für die Senioren der Löwenstadt und ihrer Ortsteile personell wie finanziell zusammen mit den MOST-Musikern und vielen weiteren ehrenamtlichen Helfern zu stemmen.