Tierschutz

Hunde sollten keine Wegwerfware sein

Katie Lenaerts-Stillahn (Bad Säckingen)

Von Katie Lenaerts-Stillahn (Bad Säckingen)

Mo, 13. September 2021

Leserbriefe

Zu: "Heldentat oder Schande?", Agenturbeitrag (Aus aller Welt, 2. September)

Dem engagierten Tierschützer Paul Farthing eine Mitschuld an der afghanischen Tragödie in die Schuhe zu schieben, ist gleichermaßen unfair wie realitätsfremd. Realität ist, dass in Kabul westliche Politiker kläglich versagt haben. Unsere Bundesregierung war offensichtlich die Wahl am 26. September wichtiger als das Leben Tausender ihrer afghanischen Ortskräfte. Ein feiger und zynischer Verrat, so schildert es Marcus Grotian in seiner erschütternden Rede.

Die These, wonach das Leben eines Tieres den gleichen Wert hat wie das eines Menschen, ist kein britischer exzentrischer Spleen. Was Paul Farthing geleistet hat, ist eine winzige Wiedergutmachung an der gequälten Kreatur. Wir sollten ihm dafür dankbar sein. Hunde sind treue und sensible Gefährten und oft unsere wertvollen Therapeuten. Sie sollten keine Wegwerfware wie jetzt in Corona-Zeiten sein. Und zuallerletzt: Hunde werfen keine Bomben, sie unterhalten auch keine Foltergefängnisse, und sie zerstören nicht unsere Erde – so wie es der Homo sapiens in seiner Hybris, in seinem selbstherrlichen Ego als Krone der Schöpfung wirklich auf fatale Art demonstriert. Katie Lenaerts-Stillahn, Bad Säckingen