Zu den Sorgen der Landwirte

Karin Steinebrunner

Von Karin Steinebrunner

Do, 31. Oktober 2019

Ibach

Information im Ibacher Rat.

IBACH. Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes informierte Gemeinderat Clemens Speicher in der jüngsten Gemeinderatsitzung seine Kollegen über den von Bauernverband, Winzern und Obstbauern eingereichten Volksantrag als Reaktion auf das Volksbegehren zum Bienensterben. Speicher räumte ein, auch er halte es für erforderlich, dass der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft reduziert werde, aber man dürfe die Landwirte nicht im Regen stehen lassen, sondern die Forschung müsse vor einem Verbot erst Alternativen aufweisen können. Ziel dieses Volksantrags ist laut Speicher daher letztlich eine Lösung zu finden, mit der die Praktiker leben können. Die Landesregierung habe inzwischen ein Eckpunktepapier herausgegeben, ein Runder Tisch mit allen Beteiligten sei in Planung. Auch Bürgermeister Helmut Kaiser pflichtete bei, das Thema nicht zu stark zu ideologisieren. Schließlich seien die Landwirte für den Erhalt einer intakten Kulturlandschaft verantwortlich. Als weiteren Punkt in diesem Zusammenhang sprach Speicher die Wolfsthematik an. Wenn die zur Offenhaltung der Landschaft notwendige Weidetierhaltung zurückgehe, weil die Ausstattung der Weiden mit Wolfszäunen zu arbeitsintensiv und zu teuer sei, sei nichts gewonnen. Aus seiner Sicht müsse der Wolf in die Liste der zur Jagd freigegebenen Wildtiere mit einbezogen werden.

Am Ende der Sitzung erinnerte Gemeinderätin Christina Müller nochmals an die anstehende Überarbeitung der Ortsbausatzung. Aufgrund deren Überalterung kommt es in den letzten Jahren immer häufiger zu Befreiungsanträgen, weshalb die Behörden angefangen haben, Einspruch gegen diese Praxis zu erheben. Der Gemeinderat will sich in nächster Zeit damit befassen, ob und in welchem Umfang die Ortsbausatzung überarbeitet werden muss oder ob sie möglicherweise auch ganz entfallen könnte.