"Ich fordere und man zahlt"

René Zipperlen

Von René Zipperlen

Sa, 15. Februar 2020

Klassik

BZ-Plus Zwei Sonaten machen einen Wein: Die Bundeskunsthalle in Bonn zeigt Beethoven als archetypischen Künstler des bürgerlichen Zeitalters.

L
ang war dieser Weg und so ruhmvoll wie leidensreich: vom zaghaften "Erhabenster, darf ich es wagen", mit dem der gerade zwölfjährige Ludwig van Beethoven seinem Kurfürsten drei Sonaten andiente, über den kometenhaften Aufstieg des Starpianisten und Musikrevolutionärs zu dem in Einsamkeit verbitterten Eigenbrötler, dessen Wutausbrüche und Kontrollwahn gefürchtet waren und der nahezu taub, alkohol- und magenkrank am 5. Dezember 1826 mit den dreizehn rätselhaften Noten des Kanons "Wir irren allesamt" sein letztes Werk schreibt. Vier Monate später sollen mehr als 20 000 Menschen dem Sarg des Künstlers in Wien gefolgt sein.

In der zentralen Ausstellung zum 250. Geburtstag will die Bonner Bundeskunsthalle, zwei Steinwürfe vom alten Bundestag, einen weiteren vom Rhein und einen kleinen Spaziergang von Beethovens Geburtshaus entfernt, den Komponisten als ersten bürgerlichen Künstler in seiner Zeit verorten: "Beethoven. Welt.Bürger.Musik" heißt das aufwändig, detailfreudig und doch nicht ...

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