"Ich kann mit den ganz großen Jungs mitfahren"

Lynn Sigel

Von Lynn Sigel

Di, 20. April 2021

Mountainbike

Mountainbiker Maximilian Brandl vom Kirchzartener Lexware-Team beißt sich als Siebter in Österreich in der Weltelite fest.

Beim Hors-Categorie-Mountainbikerennen (HC) in Haiming ist Max Brandl vom Team Lexware in einem international sehr starken Feld Siebter geworden. Teamkollege David List hat in der U-23-Wertung den dritten Platz belegt. Die Lexwaren-Mountainbiker Luca Schwarzbauer (13.) und Georg Egger (20.) waren ebenfalls zufrieden mit ihrem Abschneiden.

Die Erleichterung war groß bei den Mountainbikern, als die Bundesregierung die Region Tirol nicht mehr als Virusmutationsgebiet einstufte. Das bedeutete, dass der Frühjahrsklassiker in Haiming stattfinden konnte. Die Weltspitze traf sich im Ötztal zu einer weiteren Formüberprüfung. Der zweifache deutsche Meister Maximilian Brandl behauptete sich in seinem zweiten Saisonrennen erneut in der Weltspitze. Nach einem guten Start reihte er sich zunächst auf Position sechs ein. Brandl duellierte sich anschließend mit Italiener Luca Braidot. "Wir haben versucht, uns gegenseitig abzuschütteln", sagt Brandl. Erst als der Wahl-Freiburger aufgrund eins lockeren Steuersatzes vom Rad musste, konnte Braidot sich absetzen. Durch die Zwangspause zog auch der Franzose Antoine Philipp am Deutschen vorbei. In der letzten Runde gelang es Brandl, den schwächer werdenden Braidot zu überholen und der 23-Jährige sicherte sich Rang sieben mit 2:07 Minuten Rückstand auf den Sieger Mathias Flückiger (Schweiz). "Ich habe einige Fehler gemacht, aber ansonsten war es ein gutes Rennen", sagt Brandl, "ich kann mit den ganz großen Jungs mitfahren".

Teamkamerad Luca Schwarzbauer hatte mit dem hinteren Startplatz zu kämpfen. "Auf der natürlichen und engen Strecke ist es schwer zu überholen", sagt der 24-Jährige. Außerdem haben sich seine Beine nicht frisch angefühlt. Deshalb war er selbst überrascht, als er während des Rennens realisierte, dass er bis auf die 13. Position vorgefahren war. "Das Ergebnis zeigt, dass ich auch an einem Tag, an dem die Beine nicht bei 100 Prozent sind, weit vorne ankommen kann."

Georg Egger beendete das Rennen 4:51 Minuten hinter dem Sieger. "Ich habe mein Tempo gefunden und bin ziemlich happy mit Platz 20", so der 25-Jährige aus Krumbach. Julian Schelb (Team Stop&Go Marderabwehr) lag um Rang 25 herum, als er sich in der fünften Runde einen Plattfuß am Hinterrad einfing. "Ich musste fasst zwei Drittel der Runde langsam fahren und laufen", sagt der 28-Jährige aus dem Münstertal, der durch den Defekt auf Rang 40 zurückfiel. "Es war ein schwieriger Kurs und ich habe aufgrund meiner Allergie noch ein Formdefizit, aber die Allergie ist jetzt am Abklingen."

Im Rennen der Klasse U 23 belegte David List den dritten Platz. Von Beginn an etablierte er sich in der Spitzengruppe mit dem Spanier Jofre Cullel Estape und dem Schweizer Joel Roth. In der dritten Runde fuhr List sogar die schnellste Zeit. "Ich habe in der vorletzten Runde bemerkt, wie ich den Anschluss am Berg nicht mehr halten konnte", sagte der 20-Jährige, der in Freiburg lebt und in Furtwangen studiert. Junioren-Weltmeister Krayer (Team Lexware) finishte auf Rang 27: "Nach dem Start wurde ich nach hinten durchgereicht. Ich konnte am Berg nicht dagegenhalten".

In einem Rennen der UCI Junior Serie belegte Juniorin Antonia Weeger (Team Lexware) den elften Platz. Im Wettkampf der Junioren war Ben Schweizer (Team Stop&Go) als Siebter zweitbester deutscher Starter. Benjamin Krüger vom Team Lexware wurde 33.