"Im Idealfall entsteht etwas Neues"

Jürgen Reuß

Von Jürgen Reuß

Do, 17. Mai 2018

Rock & Pop

BZ-Plus BZ-INTERVIEW: Der Theologe Stephan Wahle und der Kulturwissenschaftler Michael Fischer zum Thema Pop und Religion.

Die Kirchen sind leer, Events wie Kirchen- und Katholikentage sind voll. Muss Kirche mehr Pop werden, um zu überleben? Will sie das? Kann sie das? Unser Mitarbeiter Jürgen Reuß hat beim Theologen Stephan Wahle und dem Kulturwissenschaftler Michael Fischer vom Freiburger Zentrum für Populäre Kultur und Musik nachgefragt, die gemeinsam eine Ringvorlesung zu "Religion in populärer Kultur der Gegenwart" veranstalten.

BZ: Herr Wahle, Herr Fischer, wann hat die Kirche gemerkt, dass es so etwas wie Popkultur gibt und gar berücksichtigt werden muss, um Gläubige weiterhin zu erreichen?
Wahle: Schon Anfang des 20. Jahrhunderts gab es eine Bewegung weg von der Konzentration der Liturgie auf die Kleriker hin zu mehr Teilhabe aller Gläubigen an der Messfeier. Der Durchbruch war das Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965), wo als wichtiges pastorales Anliegen formuliert wurde, die kirchliche Hochkultur für Elemente von Volksfrömmigkeit und neuerer Musikformen zu öffnen. Seitdem ist die Tür zu mehr Vielfalt einen Spalt geöffnet.

BZ: Die 60er Jahre waren auch für die Kirche ein Schlüsseljahrzehnt?
Fischer: Innerkirchlich gab es Reformbedarf, nur: War die Kirche wirklich anschlussfähig zu den Entwicklungen, die zeitgleich stattfanden? Rock ’n’ Roll, Beatles, Anti-Babypille – das waren schwierige Herausforderungen, die ...

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